Kurzzeitpflege

Die vorübergehende Betreuung in einer vollstationären Einrichtung (Kurzzeitpflege) können pflegebedürftige Menschen in Anspruch nehmen, wenn die Pflege zu Hause zeitweise nicht oder noch nicht möglich ist.

Einen Anspruch auf Kurzzeitpflege haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5. Die Pflegekasse übernimmt entsprechende Kosten in Höhe von 1.612 Euro für maximal acht Wochen im Kalenderjahr. Dieser Betrag kann um bis zu 1.612 Euro aus nicht verbrauchten Mitteln der Verhinderungspflege erhöht werden. Der Erhöhungsbetrag steht dann für die Verhinderungspflege nicht mehr zur Verfügung.

Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 125 Euro für die Leistungen der Kurzzeitpflege verwenden.

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI).

> Zu den aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung

Regelungen für Westfalen-Lippe

Rahmenvertrag gemäß § 75 SGB XI
Rahmenvertrag nach § 75 Abs 1 SGB XI zur Kurzzeitpflege und vollstationären Pflege, Stand: 01.10.99

Gemeinsame Grundsätze und Maßstäbe zur Qualität nach § 80 SGB XI in der Kurzzeitpflege
Gemeinsame Grundsätze und Maßstäbe zur Qualität und Qualitätssicherung
einschl. des Verfahrens zur Durchführung von Qualitätsprüfungen nach § 80
SGB XI in der Kurzzeitpflege, Stand: 31.05.96

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Vordrucke/Anträge der Landesverbände der Pflegekassen für Einrichtungen der Kurzzeitpflege

Strukturerhebungsbogen

Kalkulationsvorlage

Muster Vergütungsvereinbarung

Muster Versorgungsvertrag

Erklärung zur Altenpflegeausbildungsvergütung

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Beschäftigung zusätzlicher Betreuungskräfte

Unabhängig von den Pflegesätzen für die vollstationäre Vergütung, zahlt die Pflegekasse einen gesonderten Vergütungszuschlag für eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung aller Bewohner, die sie unabhängig vom Pflegegrad enthalten (§ 43b SGB XI).

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI). Diese zusätzlichen Leistungen können alle Heimbewohner und Pflegegäste in Anspruch nehmen. Aufgaben und Qualifikationen zusätzlicher Betreuungskräfte regelt die Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes). Danach sollen die zusätzlichen Helfer in Kooperation und Absprache mit den Pflegekräften die Betreuungs- und Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, indem sie ihnen mehr Zuwendung entgegenbringen, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Ein Gutachten des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES Institut) im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes zeigt, dass zusätzliche Betreuer in Pflegeheimen sich bewährt haben. Sie entlasten Pflegekräfte und schenken den Pflegebedürftigen mehr Lebensqualität.

Betreuungskräfte-Richtlinien
Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifiktation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen vom 19.08.08 in der Fassung vom 23.11.16

Anlage Leistungsbeschreibung
Vordruck über die Betreuungs- und Aktivierungsmaßnahmen entsprechend des Einrichtungs-, Pflege- oder Betreuungskonzept der Träger/Einrichtung gem. § 87b SGB XI

Kalkulationsschema Vergütungszuschläge
Kalkulationsschema für Vergütungszuschläge nach § 43b SGB XI

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Bundesweit gültige Rahmenverträge und Empfehlungen

Inhalt und Abgrenzung der notwendigen Leistungen von den Zusatzleistungen legen die Vertragspartner auf Landesebene in Rahmenverträgen fest. Eine Konkretisierung der Inhalte der Rahmenverträge zur Kurzzeitpflege findet sich in den Bundesrahmenempfehlungen Kurzzeitpflege (Stand: 25. November 1996). Sie werden von den Vertragspartnern auf Bundesebene formuliert.

Bundesrahmenempfehlung Kurzzeitpflege
Gemeinsame Empfehlung gemäß § 75 Abs. 6 SGB XI zum Inhalt der Rahmenverträge nach § 75 Abs 1 SGB XI zur Kurzzeitpflege, Stand: 25.11.96

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