Mehr Geburten bei Frauen über 40

Foto: Mutter und Kind

(16.09.19) Immer mehr Frauen bekommen im Alter von über 40 Jahren noch Kinder. Insgesamt waren es 42.800 im Jahr 2018. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Geburtenhäufigkeit in dieser Altergruppe sei zwar mit 88 Kindern je 1.000 Frauen noch immer gering, habe sich aber gegenüber 1990 mit nur 23 Kindern je 1.000 Frauen fast vervierfacht. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr in Deutschland 787 500 Babys zur Welt, das sind 2.600 mehr als 2017.

Bundesweit zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost und West, aber auch zwischen Stadtstaaten und Flächenländern. So liegt die zusammengefasste Geburtenziffer – also die Zahl der Geburten im Verhältnis zur Bevölkerung – in den neuen Ländern (ohne Berlin) bei 1,60 je Frau und damit höher als im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 1,57 je Frau. Besonders hoch war sie mit 1,62 in Niedersachsen und Brandenburg; besonders niedrig in Berlin (1,45), gefolgt vom Saarland (1,47) und Hamburg (1,49).

Sachsen bei Geburtenrate auf Westniveau

In Bundesländern mit relativ jungen Bevölkerungen werden naturgemäß mehr Kinder geboren. Den Spitzenplatz belegte Hamburg mit zwölf Kindern je 1.000 Einwohner, gefolgt von Berlin und Bremen mit jeweils elf. Als Bundesländer mit vergleichsweise wenig potenziellen Eltern haben sich – außer Sachsen mit neun Geburten pro 1.000 Einwohner – die neuen Bundesländer erwiesen, ebenso wie im Westen das Saarland. Dort kamen 2018 nur acht Kinder pro 1.000 Einwohner zur Welt. In Deutschland insgesamt waren es neun, im früheren Bundesgebiet zehn.

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