Beschneidung in Deutschland weiterhin zulässig

Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen bleibt in Deutschland erlaubt. Der Bundesrat billigte am 14. Dezember den bereits vom Bundestag angenommenen Gesetzentwurf.

Die Beschneidung muss zwingend ein Arzt durchführen. Lediglich in den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes können auch religiöse Beschneider den Eingriff vornehmen, wenn diese entsprechend ausgebildet sind.

Hintergrund des Gesetzes war ein Urteil des Kölner Landesgerichts. Das Gericht hatte die rituelle Beschneidung eines minderjährigen Jungens als Körperverletzung eingestuft. Zahlreiche jüdische und muslimische Verbände hatten gegen das Urteil protestiert.

Das Gesetz tritt unmittelbar in Kraft.

Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes
Drucksache 17/11295; Stand 05.11.2012