Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen

Auch für voll- und teilstationäre Behandlungen in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen wird es künftig ein leistungsorientiertes und pauschalierendes Entgeltsystem geben. Es soll die bisher mit jeder Klinik individuell ausgehandelten kostenorientierten Budgets mit abteilungsbezogenen Tagespflegesätzen ersetzen und die Transparenz über das Leistungsgeschehen verbessern.

Nach dem am 06. Juli 2012 vom Bundesrat zugestimmten und am 14. Juni 2012 vom Bundestag beschlossenen Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (Psych-Entgeltgesetz) wird das neue Entgeltsystem als lernendes System stufenweise ab 2013 eingeführt. In den Jahren 2013 und 2014 können die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen frei entscheiden, ob sie schon nach dem neuen Entgeltsystem ihre Leistungen abrechnen wollen (Optionsjahre). Ab 2015 ist die Anwendung für alle Einrichtungen verpflichtend. 2017 soll eine fünfjährige Konvergenzphase beginnen, in der die Vergütung stufenweise von den krankenhausindividuellen Basisfallwerten auf Landesbasisfallwerte umgestellt wird. Die lange Ein- und Überführungsphase soll auch dazu genutzt werden, um das neue System kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Neue Vorgaben für die Modellvorhaben und die neu geschaffene Möglichkeit für psychosomatische Krankenhäuser und Fachabteilungen, Institutsambulanzen zu betreiben, sollen zudem die sektorübergreifenden Versorgung der Patienten in der Psychiatrie und Psychosomatik verbessern.

Weitere Informationen zum neuen PSY- Entgeltsystem

Psych-Entgeltgesetz
Bundestags-Drucksache 17/9992