Newsletter Versorgungsmanagement

Informationen zu den Versorgungsverträgen der AOK PLUS in Thüringen

VM-Newsletter Thüringen - Ausgabe 3/2019

In den letzten Jahren hat das Thema Versorgungsmanagement auch bei der AOK PLUS immens an Bedeutung gewonnen. Inzwischen können wir unseren Versicherten Programme für ein breites Spektrum an Erkrankungen anbieten. Wir freuen uns, in Ihnen verlässliche Partner gefunden zu haben, mit denen wir diesen neuen Weg im Sinne unserer Versicherten beschreiten können.

Um Ihnen wesentliche Informationen zu den Versorgungsmanagement-Programmen zeitnah zur Verfügung zu stellen, versenden wir an jedem Quartalsanfang den Newsletter Versorgungsmanagement. Neben Hinweisen zu den Programmen erhalten Sie aktuelle Informationen zum Versorgungsmanagement der AOK PLUS und zu gesundheitspolitischen Themen. Themenwünsche Ihrerseits nehmen wir natürlich gern entgegen.

 

Inhalt der aktuellen Ausgabe

  • Neues Zweitmeinungsverfahren für geplante operative Herzklappeneingriffe

    Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mit der ZM-RL den Auftrag des Gesetzgebers zur Schaffung einer ärztlichen Zweitmeinung im Rahmen der Regelversorgung bislang lediglich für die Leistungsbereiche Tonsillektomie bzw. Tonsillotomie und Hysterektomie umgesetzt. Perspektivisch kommt die geplante Schulterarthroskopie hinzu. Die AOK PLUS hat deshalb ein eigenes Zweitmeinungsverfahren etabliert, das momentan die Leistungsbereiche Endoprothetik und Onkologie sowie die Indikation Wirbelsäulenoperation umfasst. Ab dem 1. Februar 2020 wird das Zweitmeinungsverfahren der AOK PLUS um den Leistungsbereich „ärztliche Zweitmeinung bei geplanten operativen Herzklappeneingriffen“ erweitert. Das Verfahren soll Versicherte bei der Entscheidungsfindung unterstützen beziehungsweise eventuelle Therapiealternativen aufzeigen. Niedergelassenen Fachärzten bietet sich damit die Möglichkeit, ihren Patienten für die weitere umfangreiche Feindiagnostik einen unabhängigen und renommierten Kollegen zu empfehlen. Mit Herrn Prof. Dr. med. Andreas Hagendorff vom Universitätsklinikum Leipzig steht dafür ein bundesweit anerkannter Experte auf dem Fachgebiet der Kardiologie, speziell in der bildgebenden kardialen Diagnostik, zur Verfügung. Bei der ärztlichen Zweitmeinung geht es nicht um eine Kontrolle des erstbehandelnden Arztes, sondern vielmehr um eine umfassende Analyse zum Wohl der Patienten nach dem Motto: Vier Augen sehen mehr als zwei. Das Angebot ist für Versicherte der AOK PLUS kostenfrei.
  • Telekonsil: Hausarztpraxen zur Teilnahme gesucht

    Im vergangenen Jahr testete die AOK PLUS gemeinsam mit zwei Hausarztpraxen und zwei Pflegeheimen in Leipzig das Projekt Telekonsil. Dieser Test war sehr erfolgreich. Alle Teilnehmer gaben an, dass die Technik ihre Arbeit erleichterte und die Pflegebedürftigen durch die Behandlung im häuslichen Umfeld profitierten. Jetzt soll die Testregion erweitert werden, vor allem um den ländlichen Raum.
    Beim Projekt Telekonsil werden die Hausarztpraxen und Pflegeeinrichtungen je nach ihren Anforderungen und ihrem Bedarf als Anwender mit flexiblen Medizintechnikpaketen ausgestattet. Diese Technik-Pakete beinhalten Tablets mit Software zur Videokommunikation sowie zertifizierte Medizinprodukte, z. B. ein 22-Kanal-EKG, ein digitales Stethoskop und ein Dermatoskop zur Vitaldatenerhebung. Die Pflegefachkräfte der Pflegeeinrichtungen bzw. des ambulanten Pflegedienstes setzen die Technik-Pakete aktiv im Alltag ein. Sie verbinden den Hausarzt per Video mit einem Pflegebedürftigen, erheben auf ärztliche Anweisung dessen Vitaldaten und stimmen mit dem Mediziner das weitere Vorgehen ab. Es handelt sich um Videosprechstunden im direkten (elektronischen) Patientenkontakt. Der physische Kontakt bzw. Besuch vor Ort wird von einer Nicht-ärztlichen Praxisassistentin oder einer Pflegekraft abgesichert. Zudem hat der Hausarzt die Möglichkeit, einen Facharzt per Dreierkonsil direkt per Video einzubinden.
    Die AOK PLUS steht derzeit im Gespräch mit einigen Pflegeeinrichtungen, die Interesse an einer Teilnahme bekundet haben. Werden Sie als zuständiger Hausarzt von einem dieser Heime angesprochen, bitten wir Sie, der Teilnahme aufgeschlossen zu begegnen. Natürlich können Sie sich auch direkt an uns wenden, wenn Sie Interesse haben, am Projekt Telekonsil mitzuwirken.
    Gern steht Ihnen dafür unsere Projektleiterin, Frau Marita Ulrich (marita.ulrich@plus.aok.de), zur Verfügung.
  • Hochmoderne Protonentherapie weiter gesichert

    Versicherte der AOK PLUS, die an bestimmten Krebsarten erkrankt sind und bei denen die herkömmliche Strahlentherapie nicht ausreichend genutzt werden kann, profitieren weitere drei Jahre von der hochmodernen und schonenden Protonentherapie. Die Verlängerung des seit 2014 laufenden Vertrages haben jetzt das Universitätsklinikum Dresden und die AOK PLUS vereinbart. Geeignet ist die hochmoderne Strahlentherapie für krebskranke Patienten, bei denen ein Tumor zu tief im Körper sitzt oder von empfindlichen Organen umgeben ist. Bisher konnten knapp 400 Versicherte der AOK PLUS, darunter 30 Minderjährige, die Protonentherapie nutzen. Die Therapie mittels Protonenstrahl wird auf jeden Patienten individuell eingestellt. Damit kann eine gezielte Wirkung im Tumor erreicht werden und das umgebende Normalgewebe wird dabei so wenig wie möglich belastet. Die Behandlung ist noch keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die AOK PLUS gewährleistet diese innovative, aufwendige Therapieform schon im Forschungsstatus für ihre speziell dafür in Frage kommenden Versicherten aus allen Regionen in Sachsen und Thüringen.
    Es besteht nach wie vor ein hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf, um die Effektivität und Verträglichkeit der Protonentherapie zu untersuchen. Die AOK PLUS unterstützt die wissenschaftliche Begleitung durch die Verlängerung des Modellvorhabens.

    Behandlungsgebiete für die Protonentherapie

    Haben Sie Patienten, für die diese Therapie interessant sein könnte? Wir freuen uns, wenn Sie sie auf die Protonentherapie aufmerksam machen. Weitere Informationen gibt es direkt bei der Universitäts ProtonenTherapie Dresden Tel.: 0351 4581-5693.
  • Molekulare Diagnostik zur personalisierten Therapie bei Lungenkrebs

    Die AOK PLUS bietet ihren Versicherten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) einen innovativen Weg zur Krebsbehandlung: eine molekularpathologische Diagnostik für eine personalisierte Therapie bei Lungenkrebs in einem der universitären Krebszentren des nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM). In Mitteldeutschland ist das Universitäts KrebsCentrum (NCT/UCC) Dresden das einzige am Netzwerk teilnehmende Zentrum.
    Lungenkrebs besteht aus mehreren Untergruppen, die durch genetische Veränderungen charakterisiert sind. Mittels molekularpathologischer Diagnostik ist es möglich, diese Mutationen in den Tumorzellen zu ermitteln. Sind die Treibermutationen bekannt, kann der Patienten gezielt behandelt werden. Die personalisierte Therapie auf Basis genetischer Untersuchungen ist effektiver als die Standard-Chemotherapie. Sie wird besser vertragen und ermöglicht eine höhere Lebenserwartung.
    Patienten können die molekulare Diagnostik über ihre behandelnde Klinik oder onkologische Facharztpraxis nutzen. Das Vorgehen ist für die Patienten so schonend wie möglich gestaltet. Der behandelnde Arzt sendet Tumormaterial des Patienten an das Netzwerkzentrum. Hier wird das Gewebe auf spezielle Treibermutationen untersucht. Die ermittelten Befunde werden von Fachexperten beurteilt, die dann über die besten Therapieoptionen beraten. Der behandelnde Arzt des Patienten erhält eine entsprechende Therapieempfehlung und übernimmt die wohnortnahe Weiterbehandlung.
    Weitere Informationen finden Sie auf www.aok-gesundheitspartner.de beziehungsweise www.nngm.de.
    In Mitteldeutschland steht Ihnen das Universitäts KrebsCentrum (NCT/UCC) Dresden als nNGM-Zentrum zur Verfügung (E-Mail: ngminfo@ukdd.de).
  • eImpfpass – Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen

    Was beinhaltet die für den eImpfpass zertifizierte Software?
    Die Software, derzeit nur ImpfDocNE, bietet die Möglichkeit, den elektronischen Impfausweis direkt in Ihrem Arztinformationssystem zu verwalten. Abhängig von der jeweiligen KV-Region erhalten Sie Impfempfehlungen. Für Sachsen sind die Anforderungen der STIKO hinterlegt. Sie erkennen auf einen Blick, ob es sich um Regelleistungen, Satzungsleistungen oder um eine Privatleistung handelt. Auch Lagerhaltung und Impfstoffverbrauch können mit der Software dokumentiert werden.
    Ist ein Wechsel auf die zertifizierte Software mit Datenübertragung möglich?
    Mit dem Konvertierungstool der Gesellschaft zur Förderung der Impfmedizin (GZIM) können die Daten in die eImpfpass-Software, derzeit ImpfDocNE, übertragen werden. Fragen Sie Ihren PVS-Anbieter.
    Wo finde ich Informationen zum eImpfpass der AOK PLUS?
    Weitergehende Informationen
    Auch Ihr Vertragspartnerberater steht Ihnen für Fragen gern zur Verfügung.
  • Neue Faxnummer und E-Mail-Adresse zur Materialbestellung

    Teilnahme-/Einwilligungserklärungen und andere Unterlagen für die HzV Thüringen und
    Selektivverträge der AOK PLUS bestellen Sie per Fax direkt bei der Gesundheitskasse. Bitte beachten Sie, dass sich die Faxnummer zum 1. Januar 2020 geändert hat. Benutzen Sie zukünftig die Faxnummer 0800 1059002-571* zur Übersendung Ihrer Bestellung. Mit der nächsten Materialbestellung erhalten Sie dann ein aktualisiertes Bestellformular. Neu: Die Bestellformulare können Sie auch per E-Mail an Praxis-Bestellservice@plus.aok.de senden.
    Hinweis: Die DMP-Formulare sind von dieser Regelung nicht betroffen. Bitte bestellen Sie diese weiterhin unter der bekannten Adresse bei der KV Thüringen (Bestellservice: https://www.kv-thueringen.de/mitglieder/online-formularbestellung/)
  • Sicherheitsabfrage bei telefonischen Auskünften der DMP-Datenstelle

    Um telefonisch Auskunft bei der DMP-Datenstelle zu erhalten, müssen Sie sich bereits seit einigen Monaten zur eindeutigen Identifikation Ihrer Praxis mit einem Passwort ausweisen, welches Ihrer Betriebsstätte zugewiesen wurde. Damit wird den datenschutzrechtlichen Vorgaben Rechnung getragen – bislang allerdings nur für die eingehenden Anrufe bei der Datenstelle.
    Dieser Authentifizierungsprozess wird nun erweitert. Hat die DMP-Datenstelle zukünftig telefonische Rückfragen, wird sich der Datenstellen-Mitarbeiter bei Ihrem Praxispersonal rückversichern, dass diese berechtigt sind, personenbezogene Daten im Rahmen des Telefonates auszutauschen. Vor einer konkreten Fallbesprechung müssen die DMP-Fallnummer und/oder das Geburtsdatum sowie der erste Buchstabe von Vor- und Nachnamen des Patienten genannt werden.

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