Angehende Ärzte in die Praxis begleiten

(20.08.15) Am Universitätsklinikum Jena gibt es für junge Mediziner ein neues Beratungsangebot zum Berufseinstieg in die ambulante ärztliche Versorgung: Seit Beginn des Sommersemesters steht den Studierenden und Ärzten in Weiterbildung der ärztescout THÜRINGEN zur Verfügung. In dem bundesweit einzigartigen Projekt werden künftigen Medizinern Weichenstellungen und Fördermöglichkeiten für den Weg in die ambulante Praxis aufgezeigt. Der Ärztenachwuchs erhält Unterstützung in Form von Stipendien bei der Famulatur, im ambulanten Teil des Praktischen Jahres und während der fachärztlichen Weiterbildung. "Angesichts der vielen Fördermöglichkeiten, die es inzwischen gibt, ist es wichtig, dass die Medizinstudierenden und Ärzte in Weiterbildung einen Ansprechpartner haben, der sie persönlich begleitet“, sagt Dr. med. Annette Rommel, Erste Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. "Das leistet der ärztescout THÜRINGEN, und das macht ihn aus unserer Sicht so wichtig bei der Gewinnung junger Ärzte für die ambulante Versorgung in Thüringen.“

Beitrag zur ambulanten Versorgung

In dieser Doppelrolle ist Gesundheitswissenschaftlerin Christin Walther seit dem 1. Januar 2015 an der Uniklinik Jena angestellt. Ihre Aufgabe ist es, angehende Mediziner durch das Förderangebot zu lotsen. Gleichzeitig soll sie den Nachwuchs für die Arbeit im ambulanten Sektor begeistern. So informiert Walther zum Beispiel über die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in THÜRINGEN, die durch die AOK PLUS finanziell unterstützt wird. Darüber hinaus vermittelt das Jenaer Studium den Medizinern bei Interesse schon im klinischen Studienabschnitt Wissen und Fähigkeiten für eine spätere ambulante Tätigkeit. Was für Studierende zunächst guter Service ist, soll im Land Thüringen zur flächendeckenden ambulanten Versorgung beitragen.

Der ärztescout THÜRINGEN ist ein Gemeinschaftsprojekt des Universitätsklinikums Jena, der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, der Ärztekammer des Landes, des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, der AOK PLUS, der IKK classic, des Verbandes der Ersatzkassen e. V., Landesverband Thüringen, des BKK Landesverbandes Mitte, der Knappschaft Bahn-See und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Finanziert wird es aus Mitteln des Strukturfonds nach Paragraf 105 SGB V. Christin Walter führte seit Beginn des Sommersemesters 2015 bereits eine Reihe von Beratungsgesprächen durch.