14. November: Welt-Diabetestag

Bild Diabetes

(13.11.19) Weltweit sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 422 Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Damit ist die Zahl der Erkrankten enorm gestiegen - 1980 waren es noch 108 Millionen Menschen. Die Zahl der Todesfälle lag 2016 bei 1,6 Millionen.

In Deutschland zählt Diabetes mellitus zu den großen Volkskrankheiten. Hierzulande sind laut dem Deutschen Diabetes-Zentrum zufolge mindestens 7,2 Prozent der Bevölkerung mit einer Diabetes-Erkrankung. Nach Daten des Robert-Koch-Institut (RKI) handelt es sich bei etwa 90 Prozent aller Diabetesfälle um Diabetes mellitus Typ-2, der typischerweise im mittleren bis höheren Alter auftritt. Diabetes mellitus Typ-1 kommt dagegen sehr viel seltener vor und tritt meist sehr plötzlich bei Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auf. Insgesamt sind etwa 32.000 Kinder und Jugendliche von Typ-1-Diabetes betroffen, jährlich gibt es 3.100 Neuerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 bis 17 Jahren.

Medizinische Versorgung von Diabetikern verbessern

Unzureichend betreuter Diabetes zieht häufig weitere Krankheiten nach sich. Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Fußamputationen können die Folge sein. Um die medizinische Versorgung von Diabetikern zu verbessern, gibt es seit 2003 strukturierte Behandlungsprogramme. In diesen sogenannten Disease-Management-Programmen (DMP) arbeiten Hausärzte, Fachärzte und Krankenhäuser Hand in Hand. Genauso wichtig: das aktive Einbeziehen des Patienten in den Behandlungsverlauf, zum Beispiel durch Schulungen. Die AOK bietet Programme für Patienten mit Diabetes Typ-1 und Typ-2 bundesweit an.

Der Welt-Diabetes-Tag wurde 1991 von der International Diabetes Federation gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um den Kampf gegen Diabetes weltweit zu koordinieren.

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