G-BA-Beschluss zu medizinischem Fettabsaugen tritt in Kraft

(09.12.19) Patientinnen, die an einem Lipödem im Stadium III leiden, können einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zufolge künftig unter bestimmten Bedingungen mit einer Liposuktion (Fettabsaugen) ambulant oder stationär auf GKV-Kosten behandelt werden. Der entsprechende G-BA-Beschluss trat am 7. Dezember 2019 in Kraft. Die Entscheidung selbst hatte der G-BA bereits im September bekannt gegeben. Danach hatte das Bundesministerium für Gesundheit den Beschuss geprüft und nicht beanstandet.

Der Beschluss beinhaltet auch begleitende Vorgaben zur Qualitätssicherung. Der G-BA-Beschluss ist zunächst bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Bis dahin sollen die Ergebnisse der vom G-BA in die Wege geleiteten Erprobungsstudie zur Liposuktion bei Lipödem vorliegen. Die Studie soll bislang noch fehlende Informationen für eine zuverlässige Abwägung von Nutzen und Schaden der Methode liefern. „Sobald die Studienergebnisse vorliegen, wird der G-BA abschließend zur Methode für alle Stadien der Erkrankung entscheiden“, teilte der G-BA mit. 

Weitere Informationen: