Einzel- und Gruppentherapie in psychoanalytisch begründeten Verfahren künftig kombinierbar

(19.10.15) In Zukunft können Einzel- und Gruppentherapie auch in der tiefenpsychologisch fundierten und in der analytischen Psychotherapie kombiniert werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) mit einer Änderung der Psychotherapie-Richtlinie beschlossen, die jetzt in Kraft getreten ist. Die Kombination war bisher schon in der Verhaltenstherapie möglich; bei den anderen Verfahren war sie nur im Ausnahmefall vorgesehen.

Die Richtlinie regelt darüber hinaus den Fall, dass Einzel- und Gruppentherapie bei verschiedenen Psychotherapeuten durchgeführt werden. Sofern der Patient einverstanden ist, stimmen sie den Behandlungsplan miteinander ab und tauschen sich regelmäßig über den Behandlungsverlauf aus.    

Auswirkung der Änderungen prüfen

Der GBA will nun innerhalb von vier Jahren prüfen, wie sich der flexible Einsatz beider Therapieformen auswirkt, ob zum Beispiel die Zahl der Gruppentherapien steigt und sich dadurch Wartezeiten verkürzen.

Der GBA bewertet im Auftrag des Gesetzgebers psychotherapeutische Behandlungsformen. Er überprüft dabei, ob der Nutzen für die Behandlung in Studien belegt ist und ob das Verfahren medizinisch notwendig und wirtschaftlich ist. Ist das der Fall, wird die Behandlungsmethode in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.

Mehr Infos zur Psychotherapie-Richtlinie