Vergütung für Meldungen an Krebsregister steht

(26.02.15) Übermittelt ein Krankenhaus, Arzt oder Zahnarzt Angaben zur Tumordiagnose eines krebskranken Patienten an ein klinisches Krebsregister, so gibt es dafür vom Register eine Vergütung von 18 Euro. Das hat der GKV-Spitzenverband jetzt mitgeteilt. Neben der Tumordiagnose müssen auch Daten zum weiteren Krankheitsverlauf gemeldet werden. Hierfür ist eine Vergütung von acht Euro vorgesehen. Für Daten zu einer Krebstherapie, wie zum Beispiel einer Operation oder Chemotherapie, erhalten Mediziner und Kliniken fünf Euro, für die Ergebnisse von Pathologieuntersuchungen vier Euro.

Das Geld bekommen die Register von der Krankenkasse des Patienten. Das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz von 2013 sieht vor, dass die Kassen 90 Prozent und die Länder zehn Prozent der laufenden Kosten der Register übernehmen. Die gesetzlichen Krankenkassen fördern den Betrieb der klinischen Krebsregister seit dem Jahr 2014, indem sie für jede registrierte Neuerkrankung eine Pauschale von 119 Euro an das betreffende Register zahlen.

Aufgabe der klinischen Krebsregister ist es, Patientendaten zu Diagnose, Behandlung, aber auch zu Nachsorge und Rückfällen zusammenzuführen, um die Qualität der Versorgung von Krebskranken zu bewerten und zu verbessern. Derzeit befinden sich in Deutschland flächendeckend klinische Krebsregister im Aufbau.