Projekte der Integrierten Versorgung

Ihre AOK NORDWEST engagiert sich seit Jahren erfolgreich für Projekte der Integrierten Versorgung (IV), um die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu verbessern. Die AOK hat deshalb damit begonnen, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten der Integrierten Versorgung in die Praxis umzusetzen. Wir möchten dazu beitragen, durch entsprechende Angebote die Versorgungsstrukturen in Schleswig-Holstein nachhaltig zu verbessern.

Gemeinsam mit Krankenhäusern sowie Haus- und Fachärzten wollen wir integrierte Behandlungsmöglichkeiten schaffen, die richtungsweisend für eine qualitativ hochwertige medizinische und wirtschaftliche Versorgung sind.

Die Steckbriefe auf dieser Seite informieren Sie über unsere Projekte der Integrierten Versorgung sowie Ansprechpartner, an die Sie sich bei Interesse mit weiteren Fragen wenden können.

Integrierte Versorgung zur Behandlung von Patienten mittels intravitrealer Medikamenteneingabe (IVOM)
vom 01.03.12

Integrierte Versorgung für Patienten mit diabetischem Fußsyndrom
vom 01.07.10

Integrierte Versorgung für Leistungen im Bereich des Hüft- und Kniegelenkersatzes, Leistungen der orthopädischen Chirurgie und der Augenheilkunde
vom 01.12.04

Integrierte Versorgung für Leistungen im Bereich des Hüft- und Kniegelenkersatzes
vom 01.01.06

 

PIANO – Rahmenvertrag nach § 140a SGB V zur Durchführung des ambulanten Versorgungskonzeptes für Patienten mit leichter oder mittelgradiger Depression

Das ambulante Versorgungskonzept PIANO (Psychosoziale Interventionen durch ambulante Netzwerke vor Ort) ist ein hausarztzentriertes Konzept zur Versorgung depressiver Patienten ab 18 Jahren, Eingebunden sind auch Fachärzte (zur Diagnosesicherung) sowie Psychotherapeuten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einsatz eines Casemanagements.

PIANO soll an zwei Stellen die Versorgung verbessern. Bislang war die Überleitung leicht depressiver Patienten in niedrigschwellige Hilfsangebote sehr aufwändig für den Arzt. Hier bekommt er nun durch das Casemanagement Entlastung. Patienten mit mittelgradiger Depression, die Schwierigkeiten haben, einen Therapieplatz zu erhalten, werden dabei unterstützt, einen zu finden, und gegebenenfalls vermittel

Ziele des Konzeptes sind:

  • die frühzeitige Diagnosestellung durch Einsatz eines strukturierten Diagnostikinstrumentes (PHQ-9) und ggf. einer fachärztlichen Diagnosesicherung,
  • eine bedarfsgerechte Versorgung der Patienten mit an den Schweregrad der Erkrankung angepassten Leistungen,
  • die zeitnahe Versorgung der Patienten mit Therapieangeboten (insbesondere Psychotherapie).

Das Behandlungskonzept soll unter Nutzung von Arztnetzstrukturen zunächst in der Region Rendsburg umgesetzt und dann sukzessive in ganz Schleswig-Holstein etabliert werden. Vertragspartner der AOK NORDWEST für das Casemanagement und die Betreuung der Versicherten und der Ärzte ist die Ärztegenossenschaft Nord eG (ÄGN).

 

Vertrag "Control and manage Diabetes – ComanD" gemäß § 140a SGB V

Um das Selbstmanagement von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 zu stärken, bietet die AOK NORDWEST in Zusammenarbeit mit der Ärztegenossenschaft Nord und der Firma Roche Diabetes Care Deutschland GmbH seit dem 1. Oktober 2019 das Versorgungsprogramm "ComanD – Control and manage Diabetes" an.

Das Programm stützt sich auf drei Säulen. Die erste besteht in der Patientenbehandlung beim niedergelassenen Arzt zusätzlich zum DMP Diabetes mellitus Typ 2. Die zweite Säule ist die telemedizinische Unterstützung der Patienten mittels einer Medizinapp, über die u.a. die Daten der Blutzuckermessungen dokumentiert werden und dem teilnehmenden Arzt zur Verfügung stehen. Als dritte Säule findet eine lebensstilintervenierende Individualbetreuung durch die AOK-Ernährungsberaterinnen statt.

ComanD hat eine Laufzeit von sechs Monaten und richtet sich an neuerkrankte Diabetiker (Typ 2) mit Übergewicht. Die teilnehmenden Patienten sollen befähigt werden, dauerhaft besser mit ihrer Erkrankung zu leben. Sie erhalten bei der Einschreibung ein Blutzuckermessgerät inklusive Teststreifen sowie Zugang zur eingesetzten App.

An dieser besonderen Versorgungsform können Allgemeinärzte und Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung bei gleichzeitiger DMP-DM2-Teilnahme sowie Kinder- und Jugendärzte teilnehmen. Die zentrale Verarbeitung der Teilnahmeerklärungen von Ärzten und Patienten erfolgt durch den Dienstleister Ärztegenossenschaft Nord eG .