Zeittafel zur Entwicklung der strukturierten Behandlungsprogramme

  • 2019

    April
    Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) aktualisierten Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit Asthma bronchiale sind ab 1. April 2019 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    März
    Eine vom Gemeinsamen Bundesausschluss (GBA) beschlossene Änderung im DMP Diabetes mellitus Typ 2 tritt in Kraft: Der GLP-1- Rezeptoragonist Liraglutid wird auf Basis der Studienlage als zweckmäßige Vergleichstherapie für Diabetes mellitus Typ 2 definiert. Diese Anpassung basiert auf einer entsprechenden Änderung der Arzneimittel-Richtlinie im Jahr 2018. Für die teilnehmenden Praxen entsteht dadurch kein zusätzlicher bürokratischer Aufwand; an der DMP-Dokumentation ändert sich nichts.

    Januar
    Sämtliche Anforderungen an die Ausgestaltung von strukturierten Behandlungsprogrammen werden in der DMP-Anforderungen-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zusammengefasst. Die Inhalte zu den DMP Asthma, Brustkrebs und COPD werden vollständig in diese Richtlinie überführt.
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    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2019 bei 145,32 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Die Höhe der Pauschale bleibt damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Programmkostenpauschale setzt sich im Jahr 2019 aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 124,32 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 21,00 Euro zusammen.
  • 2018

    Oktober
    Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) aktualisierten Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Patientinnen mit Brustkrebs sind ab 1. Oktober 2018 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    August
    Die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz kann zukünftig in einem eigenen Disease-Management-Programm (DMP) erfolgen. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist am 24. August in Kraft getreten.
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    April
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat die DMP-Anforderungen für Asthma bronchiale anhand aktueller Leitlinien überprüft und aktualisiert. Künftig ist die Teilnahme am Disease-Management-Programm (DMP) Asthma auch für Kinder unter fünf Jahren möglich. Die Änderungen sollen spätestens im April 2019 in den regionalen DMP-Verträgen umgesetzt werden.
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    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2018 bei 145,32 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Sie liegt damit etwas niedriger als in den vergangenen Jahren (2017: 145,68 Euro, 2016: 146,16 Euro). Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 124,08 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 21,24 Euro zusammen.
  • 2017

    Dezember
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschließt aktualisierte Anforderungen für das DMP Asthma bronchiale. Künftig soll die Teilnahme auch für Kinder unter fünf Jahren möglich sein.
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    Die gesetzlichen Krankenkassen haben erstmals einen bundesweiten und kassenübergreifenden Evaluationsbericht zu den Disease-Management-Programmen für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 veröffentlicht. Basis für den Bericht sind Anforderungen, die der Gemeinsame Bundesausschuss 2014 beschlossen hat.
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    Juli
    Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) aktualisierten Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind ab 1. Juli 2017 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    Juni
    Nach Abschluss des Stellungnahmeverfahrens legt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seinen Abschlussbericht zur Leitlinienrecherche für das geplante DMP Depression vor.
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    April
    Der GBA passt das DMP Brustkrebs an den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse an. Nachsorge und psychosoziale Beratung sollen künftig eine wichtigere Rolle spielen als bisher. Die beschlossenen Änderungen sind ab Oktober 2018 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    Der GBA beschließt Änderungen zum DMP Diabetes mellitus Typ 2 (DM2). Sie betreffen die Hinweise zum Antidiabetikum Empagliflozin. Der GBA hatte diesem Wirkstoff einen beträchtlichen Zusatznutzen für DM2-Patienten bescheinigt, die an einer manifesten kardiovaskulären Erkrankung leiden. Die Änderungen sind bereits zum 1. Juli 2017 in den Verträgen zwischen Kassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2017 bei 145,68 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Sie liegt damit etwas niedriger als im vergangenen Jahr (2016: 146,16 Euro). Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 124,08 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 21,60 Euro zusammen.
  • 2016

    November
    Der Gemeinsame Bundesausschuss beauftragt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Leitlinienrecherche zur Aktualisierung der strukturierten Behandlungsprogramme für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und koronarer Herzerkrankung (KHK). Im Zuge der Aktualisierung wird der G-BA das noch bestehende Modul Herzinsuffizienz aus dem DMP KHK in ein eigenständiges DMP Herzinsuffizienz überführen.
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    Oktober
    Internationale Leitlinien decken fast alle Aspekte der Behandlung von Depressionen ab. Das ergab eine entsprechende Recherche des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) zu Empfehlungen für ein Disease-Management-Programm (DMP) Depression. Anhand des Berichts sollen Empfehlungen identifiziert werden, die für ein mögliches neues DMP Depression von Bedeutung sein könnten.
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    Juli
    Der Gemeinsame Bundesausschuss aktualisiert das strukturierte Behandlungsprogramm für Patientinnen und Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) in allen wesentlichen Punkten. Neben der inhaltlichen Aktualisierung des DMP beschließt der G-BA auch eine Anpassung der Anforderungen an die Dokumentation der Befunde, der therapeutischen Maßnahmen und der Behandlungsergebnisse. Der Beschluss tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft; ab 1. Januar 2018 sind die aktualisierten Inhalte in den regionalen DMP-Verträgen umzusetzen.
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    Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) aktualisierten Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 treten in Kraft. Die Änderungen sind ab 1. Juli 2017 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umzusetzen.
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    Januar
    Der Gemeinsame Bundesausschuss aktualisiert die Inhalte des DMP Diabetes mellitus Typ 2. Auch Anforderungen an die Dokumentation der Befunde, der therapeutischen Maßnahmen und der Behandlungsergebnisse werden neu gefasst.
    Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) legt den Abschlussbericht zur Leitlinien-Recherche für ein mögliches neues Disease-Management-Programm Chronische Herzinsuffizienz vor. Dem Bericht liegen 22 evidenzbasierte Leitlinien zugrunde. Allerdings decken diese nicht alle Versorgungsaspekte der chronischen Erkrankung hinreichend ab. Das Institut rät deshalb, für die Entwicklung eines DMP weitere Quellen heranzuziehen.
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    Das Institut für Qualität und Wirtschaftlich im Gesundheitswesen (IQWiG) legt dem Gemeinsamen Bundesausschuss die inhaltlichen Grundlagen für ein mögliches neues Disease-Management-Programm zu chronischem Rückenschmerz vor. Für den Abschlussbericht konnten insgesamt sechs aktuelle und methodisch hochwertige Leitlinien ausgewertet werden.
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    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2016 bei 146,16 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Sie liegt damit etwas höher als im vergangenen Jahr (2015: 143,04 Euro). Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 123,72 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 22,44 Euro zusammen.
  • 2015

    November
    Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlicht die vorläufigen Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Indikation Osteoporose. Ziel des Vorberichtes ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm Osteoporose von Bedeutung sein könnten.
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    Oktober
    Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) legt die vorläufigen Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Indikation Rheumatoide Arthritis vor. Ziel des Vorberichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm rheumatoide Arthritis von Bedeutung sein könnten.
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    Juli
    Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlicht Vorberichte zur Recherche evidenzbasierter Leitlinien zu den Indikationen Herzinsuffizienz und chronischer Rückenschmerz. Ziel der Recherche ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für mögliche neue Disease-Management-Programme zu den beiden Indikationen von Bedeutung sein könnten.
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    Die "DMP-Anforderungen-Richtlinie", die am 1. Juli 2014 in Kraft getreten ist, muss ab dem 1. Juli 2015 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umgesetzt werden. Sie aktualisiert die medizinischen Inhalte der Disease-Management-Programme für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 1.
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    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2015 bei 143,04 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 120,84 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 22,56 Euro zusammen.
  • 2014

    September
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) legt neue, indikationsübergreifende Anforderungen zur Evaluation der Disease-Management-Programme (DMP) fest. Außerdem beschließt der GBA neue Vorgaben für die jährlichen Berichte der Krankenkassen über Qualitätssicherungsmaßnahmen in zugelassenen DMP.
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    August
    Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt, Beratungen zu vier Erkrankungen aufzunehmen, die für neue DMP in Frage kommen. Es sind rheumatoide Arthritis, chronische Herzinsuffizienz, Osteoporose und Rückenschmerz. Diese Indikationen waren zuvor nach einem strukturierten Verfahren aus über 30 Vorschlägen ausgewählt worden. Die Aufnahme der Beratungen hat nicht zwangsläufig die Entwicklung eines strukturierten Behandlungsprogramms zur Folge. Die tatsächliche Umsetzung hängt von den Ergebnissen der Beratungen zu den einzelnen Krankheiten sowie vom Ergebnis der Leitlinienrecherchen ab, mit denen der Gemeinsame Bundesausschuss das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt.
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    Juni
    Durch einem Änderungsbeschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses wird die Evaluation der DMP neu geregelt: Die Ausrichtung der Evaluation wird von einem auf Krankenkassen bzw. Regionen bezogenen Vergleich auf die Weiterentwicklung der DMP verlagert. Mit den neuen Regelungen soll der Fokus stärker auf den Nutzen der DMP für die Patientinnen und Patienten gerichtet werden. Darüber hinaus beschließt der GBA neue Vorgaben für die DMP-Qualitätsberichte, die die Krankenkassen jährlich erstellen und veröffentlichen müssen.
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    Mai
    Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt, seine ursprüngliche Planung zur Weiterentwicklung der DMP aus dem Mai 2006 zu ändern: Es soll nun doch kein Modul zur Behandlung von Patienten mit Adipositas in die bestehenden DMP eingefügt werden.
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    März
    Mit einer neuen Richtlinie legt der Gemeinsame Bundesausschuss die Grundlage für die Aktualisierung der Disease-Management-Programme für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 1. Sie tritt zum 1. Juli 2014 in Kraft und muss bis zum 1. Juli 2015 in den regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern umgesetzt werden.
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    Februar
    Der Gemeinsame Bundesausschuss eröffnet die Möglichkeit, Vorschläge für neue strukturierte Behandlungsprogramme einzureichen. Medizinische Dachverbände und Gesellschaften, Sachverständige der medizinischen Wissenschaft und Praxis sowie Selbsthilfe- und Patientenorganisationen haben zwei Monate lang die Gelegenheit, Vorschläge für Krankheiten einzureichen, für die DMP entwickelt werden können.
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    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2014 bei 145,68 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 121,20 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 24,48 Euro zusammen.
  • 2013

    November
    Die Unterhändler der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD legen ihren Koalitionsvertrag vor. Darin werden auch die DMP thematisiert: "Die strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke haben sich bewährt und dazu beigetragen, die Versorgungsqualität zu verbessern. Sie werden deshalb weiterentwickelt; neue Programme sollen entwickelt werden für die Behandlung von Rückenleiden und Depressionen."

    Juli
    Die aktualisierten medizinischen Inhalte der DMP Asthma, COPD und Brustkrebs sind ab dem 1. Juli 2013 verpflichtend umzusetzen. Sie basieren auf einer Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Juli 2012.

    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale liegt im Jahr 2013 bei 147,84 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Diese Pauschale setzt sich aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 120,60 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 27,24 Euro zusammen.
  • 2012

    Oktober
    Am 3. Oktober 2012 ist eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) in Kraft getreten, mit der die Aufbewahrungsfristen für die personenbezogenen Daten der DMP-Teilnehmer auf 15 Jahre verlängert werden. Aufgrund der bisherigen Regelungen hätten die ersten DMP-Daten, die aus dem Jahr 2003 stammen, Anfang 2013 gelöscht werden müssen. So hätten sie zum Beispiel nicht mehr für Langzeit-Auswertungen der medizinischen Ergebnisse im Rahmen der Evaluation zur Verfügung gestanden.
    Die Richtlinie wurde vor dem Hintergrund der geplanten Neugestaltung der DMP-Evaluation beschlossen. Erst wenn klar ist, wie die DMP-Evaluation künftig aussehen wird und wie lange die Daten für Auswertungen benötigt werden, will der GBA eine endgültige Regelung zu den Aufbewahrungsfristen treffen.

    Juli
    Die medizinischen Inhalte der strukturierten Behandlungsprogramme für Patientinnen und Patienten mit Asthma bronchiale, chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und Brustkrebs werden durch eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses aktualisiert. Die Krankenkassen setzen die neuen Inhalte innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten der Richtlinie in den Verträgen mit den beteiligten Ärzten und Krankenhäusern um.

    Januar
    Mit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes wird die Regelungskompetenz für die Inhalte und die konkrete Ausgestaltung der DMP vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) übertragen. Die unmittelbare Regelung - insbesondere der medizinischen Vorgaben - durch den GBA soll das Verfahren vereinfachen und die Umsetzung der Inhalte in die Versorgungspraxis beschleunigen. Zudem entfällt die Notwendigkeit einer Wiederzulassung der Programme durch das Bundesversicherungsamt; der Verwaltungsaufwand für die beteiligten Arztpraxen wird durch den Wegfall der Unterschrift auf der Erstdokumentation reduziert.
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    Die DMP-Programmkostenpauschale wird im Jahr 2012 auf 153,12 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten reduziert. Die Pauschale setzt sich im Jahr 2012 aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 122,88 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 30,24 Euro zusammen.
  • 2011

    Juli
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschließt Empfehlungen zur Aktualisierung des DMP Asthma bronchiale. Sie werden an das Bundesministerium für Gesundheit übermittelt, das über die Umsetzung entscheidet. Die Aktualisierung betrifft unter anderem die Dauertherapie von Kindern und Jugendlichen sowie die Therapie des Asthma bronchiale in der Schwangerschaft. Zugleich spricht sich der G-BA dagegen aus, dass das DMP Asthma bereits für zwei- bis vierjährige Kinder geöffnet wird. Der G-BA war in seinen Beratungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es schwierig ist, die Diagnose Asthma bronchiale bei Zwei- bis Vierjährigen sicher zu stellen. Eine Gruppe der mit Asthma diagnostizierten Kinder gesunden später, was die ursprüngliche Beurteilung in Frage stellt. Damit ist das für die Einschreibung in ein DMP erforderliche Kriterium der gesicherten Diagnose einer chronischen Erkrankung nicht gegeben.

    März
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) empfiehlt eine Aktualisierung des DMP für Patientinnen mit Brustkrebs. Die Aktualisierungen betreffen sowohl die Diagnostik als auch die Therapie des Brustkrebses und berücksichtigen zudem Aspekte der Nachsorge wie beispielsweise körperliche Aktivitäten und Ernährung. Der G-BA übermittelt seine Empfehlung an das Bundesministerium für Gesundheit, das über die Umsetzung in Form einer Rechtsverordnung entscheidet.

    Januar
    Die Höhe der DMP-Programmkostenpauschale sinkt im Jahr 2011 auf 168 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Die Pauschale setzt sich im Jahr 2011 aus arztbezogenen Kosten in Höhe von 132 Euro und aus kassenbezogenen Verwaltungskosten in Höhe von 36 Euro zusammen.
  • 2010

    Juli
    Das DMP Koronare Herzkrankheit ist zum 1. Juli 2010 bundesweit um ein zusätzliches Modul zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz ergänzt worden. Das Modul, das in einigen Regionen bereits zu einem früheren Zeitpunkt umgesetzt wurde, ist nun ein verpflichtender Bestandteil des DMP KHK. Damit können Patienten, die am DMP teilnehmen und zusätzlich an chronischer Herzinsuffizienz leiden, umfassender und zielgerichteter behandelt werden als bisher.

    Januar
    Die DMP-Programmkostenpauschale, die die Krankenkassen erhalten, bleibt im Jahr 2010 unverändert bei 180 Euro je Versichertenjahr und eingeschriebenem Versicherten. Allerdings ändert sich die Zusammensetzung: 132 Euro sind für arztbezogene Kosten bestimmt (2009: 125 Euro), 48 Euro für die kassenbezogenen Verwaltungskosten (2009: 55 Euro).
  • 2009

    Oktober
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschließt eine Aktualisierung des DMP für Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD). Die Teilnehmer des DMP COPD sollen danach künftig noch intensiver mit dem Ziel der vollständigen und dauerhaften Tabakentwöhnung beraten werden. Eine entsprechende Empfehlung für die Aktualisierung des Behandlungsprogramms wird an das Bundesministerium für Gesundheit übermittelt, das über die Umsetzung auf dem Weg einer Rechtsverordnung entscheiden muss.

    Juli
    Mit der 20. Änderungsverordnung zur Risikostruktur-Ausgleichsverordnung wird die rechtliche Grundlage für die Einführung eines neuen Moduls zur Behandlung von Patienten mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) geschaffen. Das Modul ergänzt das DMP Koronare Herzkrankheit (KHK). Gleichzeitig werden mit der Rechtsverordnung die Inhalte der DMPs Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 sowie des DMP Koronare Herzkrankheit aktualisiert und an die neuesten medizinischen Erkenntnisse angepasst.

    Jani
    Im Rahmen einer Tagung des AOK-Bundesverbandes zur Versorgung chronisch Kranker werden die Ergebnisse mehrerer Studien zu den DMPs präsentiert. Danach hat sich durch die DMPs die Qualität der Versorgung für chronisch kranke Patientinnen und Patienten in Deutschland deutlich verbessert.

    Januar
    Mit der Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) ändert sich die Finanzierung der DMPs: Die Krankenkassen erhalten jetzt für jeden Versicherten, der am DMP teilnimmt, eine pauschale Summe aus dem Gesundheitsfonds, um die Kosten für die Entwicklung und Durchführung der DMPs zu decken. Die Höhe der Pauschale wird jährlich neu vom GKV-Spitzenverband festgelegt.
  • 2008

    Juli
    Ab 1. Juli 2008 wird für alle internistischen DMPs (Diabetes Typ 1 und 2, KHK, Asthma und COPD) eine neue Dokumentation eingeführt – zeitgleich mit der verpflichtenden Einführung der elektronischen Erfassung und Übermittlung der Daten (eDMP) für die genannten Indikationen.

    Juni
    Der Gemeinsame Bundesausschluss (GBA) empfiehlt dem Bundesministerium für Gesundheit ein neues Modul für die Behandlung von Patienten mit chronischer Herzschwäche. Das neue Modul soll in das bestehende Disease-Management-Programm Koronare Herzkrankheit eingefügt werden. Außerdem aktualisiert der GBA die Anforderungen an das DMP Koronare Herzkrankheit und passt es an den aktuellen Wissensstand an.

    Mai
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) aktualisiert die Anforderungen an die DMPs für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Eine mit medizinisch-wissenschaftlichen Fachexperten besetzte Arbeitgruppe hat die Programminhalte im Hinblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Änderungen der medizinischen Praxis überarbeitet.

    April
    Mit Inkrafttreten der 17. Änderungsverordnung zur Risikostruktur- Ausgleichsverordnung wird der Weg frei gemacht für die vereinfachte, indikationsübergreifende DMP-Dokumentation. Sie beschränkt sich ab 1. Juli 2008 auf wenige Punkte, die für Einschreibung, Erfassung von Komorbiditäten, Behandlungsplanung, Qualitätssicherung und Evaluation der Programme notwendig sind. Es gibt eine einheitliche Basisdokumentation für alle Programme außer für das DMP Brustkrebs. Die Basisdokumentation wird durch einige spezielle Parameter zu den einzelnen Indikationen ergänzt.
    Die neue Systematik ist auf die elektronische Dokumentation (eDMP) ausgerichtet, die spätestens ab 1. Juli 2008 (beim DMP Brustkrebs ab 1. Juli 2009) für alle teilnehmenden Ärzte verpflichtend wird.
  • 2007

    September
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschließt eine neue, vereinfachte Dokumentation, um den Ärzten die Umsetzung der Disease-Management-Programme zu erleichtern. Für alle DMP außer Brustkrebs gibt es künftig eine gemeinsame Basisdokumentation. Die Angaben zu den einzelnen Diagnosen werden auf wenige Parameter beschränkt, die zur Programm- und Behandlungsplanung, zur Qualitätssicherung sowie zur Auswertung der Programme nötig sind.

    Juni
    Die AOK veröffentlicht die Ergebnisse der ersten Abschlussberichte zur Evaluation ihrer DMP für die Jahre 2003 bis 2006. Danach verbesserten sich die medizinischen Werte der Patienten, die über einen Zeitraum von drei Jahren an den AOK-Programmen für Typ-2-Diabetiker teilnahmen, deutlich. Nähere Informationen. Die Auswertungen wurden von den drei unabhängigen Forschungsinstituten infas, Prognos und WIAD (Wissenschaftliches Institut der Ärzte Deutschlands) erstellt.

    April
    Mit der Gesundheitsreform treten am 1. April 2007 Regelungen in Kraft, die den bürokratischen Aufwand für die strukturierten Behandlungsprogramme reduzieren. Unter anderem werden die Regeln für die Ausschreibung von Patienten reformiert. Die elektronische Verarbeitung der DMP-Daten, die in vielen Arztpraxen schon seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, soll im Jahr 2008 bundesweit zum Standard werden. Der Gesetzgeber setzt damit Vorschläge um, die eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums zum Bürokratieabbau im Mai 2006 gemacht hatte.
    Im Rahmen der gesetzlichen Evaluation von DMP werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Programme aller Kassen zu ihrer Lebensqualität befragt. Sie erhalten einen Fragebogen, der auf dem Messinstrument SF-36 beruht, einem krankheitsübergreifenden Fragenkatalog zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Die Befragung wird ab April 2007 jeweils halbjährlich bei einer zufällig ausgewählten Stichprobe von neu eingeschriebenen DMP-Teilnehmern des vorangegangenen Halbjahres durchgeführt. Die Ergebnisse dienen zur weiteren Verbesserung der Programme und als Grundlage für die Wiederzulassung der DMPs.

    Januar
    Die AOK veröffentlicht den ersten Zwischenbericht zur gesetzlichen Evaluation der Disease-Management-Programme. Der Bericht zum DMP Diabetes mellitus Typ 2 der AOK Rheinland-Pfalz zeigt, dass sich die medizinischen Werte der teilnehmenden Diabetiker deutlich verbessern. Die Kriterien für die gesetzliche Evaluation der Programme sind vom Bundesversicherungsamt (BVA) verbindlich festgelegt worden.
  • 2006

    Juli
    Der Gemeinsame Bundesausschuss beginnt mit der grundlegenden Überarbeitung der Dokumentationssystematik der DMP. Die Programme sollen administrativ vereinfacht und an die Möglichkeit einer rein elektronischen Datenerhebung angepasst werden.

    Mai
    Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt eine modulare Erweiterung der bestehenden Disease-Management-Programme. Dadurch sollen die DMP Patienten mit mehreren Erkrankungen besser gerecht werden. Der GBA empfiehlt dem Bundesministerium für Gesundheit zunächst Module zu Herzschwäche (chronische Herzinsuffizienz) und starkem Übergewicht (Adipositas). Das BMG stimmt dieser Empfehlung zu.

    Eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums empfiehlt Maßnahmen zum Bürokratieabbau bei den Disease-Management-Programmen. Zahlreiche Vorschläge der AOK werden im Zuge der Gesundheitsreform umgesetzt und vereinfachen ab 2007 die praktische Umsetzung der Programme.

    Juli
    In mehreren Bundesländern bietet die AOK die ersten DMP für Patienten mit Asthma bronchiale und chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen an.

    Februar
    Die Anforderungen an das DMP Brustkrebs werden mit der 13. Verordnung zur Änderung der RSAV an die neuesten medizinischen Erkenntnisse angepasst.

    Als erste Krankenkassen in Deutschland starten AOK, Knappschaft und See-Krankenkasse die gesetzlich vorgeschriebene Evaluation ihrer Disease-Management-Programme zu Diabetes mellitus Typ 2 und Brustkrebs.
  • 2005

    November
    Die AOK startet mit der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung der Universität Heidelberg eine wissenschaftliche Untersuchung der Disease-Management-Programme. In der ELSID-Studie werden unter anderem die Behandlungsergebnisse von DMP-Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern verglichen.

    Die AOK begrüßt in Sachsen-Anhalt die millionste Teilnehmerin ihrer Disease-Management-Programme ("AOK-Curaplan").

    September
    Die Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2 werden mit der 12. Verordnung zur Änderung der RSAV an die neuesten medizinischen Erkenntnisse angepasst.

    April/März
    Die AOK startet in mehreren Bundesländern die ersten Disease-Management-Programme für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1.

    Januar
    Die Bundesregierung erlässt die 11. Verordnung zur Änderung der RSAV zur Umsetzung von DMP für Patienten mit Asthma bronchiale und chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD).
  • 2004

    März
    Eine neue Rechtsverordnung (9. Verordnung zur Änderung der RSAV) regelt die Anforderungen an DMP Diabetes mellitus Typ 1. Zudem wird die Dokumentation in den DMP Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit optimiert; der Umfang der anzugebenden Daten wird um 30 Prozent reduziert.

    Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen unterschreiben erste Verträge zum DMP Koronare Herzkrankheit.

    Januar
    Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen nimmt seine Arbeit auf. Er löst die bisherigen Normsetzungsgremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung ab und tritt u.a. die Rechtsnachfolge des Koordinierungsausschusses an. Der GBA spielt seitdem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Überarbeitung der DMP.
  • 2003

    Mai
    Die Bundesregierung erlässt die Verordnung zur Umsetzung von DMP für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (7. Verordnung zur Änderung der RSAV).

    April
    Das Brustkrebs-DMP der AOK Rheinland erhält als erstes Programm die Zulassung durch das Bundesversicherungsamt.

    Februar
    Die AOK Baden-Württemberg und die AOK Thüringen schließen als erste Kassen DMP-Verträge für Diabetes mellitus Typ 2 mit den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen.
  • 2002

    Oktober
    Die AOK Rheinland und weitere Krankenkassen schließen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein den ersten Vertrag für ein DMP Brustkrebs.

    Juli
    Die Rechtsverordnung zu den Disease-Management-Programmen Diabetes Typ 2 und Brustkrebs tritt in Kraft (4. Verordnung zur Änderung der RSAV).

    Juni
    Der Koordinierungsausschuss einigt sich auf Anforderungen für die Ausgestaltung des DMP für Brustkrebs.

    Mai
    Der Koordinierungsausschuss einigt sich auf Anforderungen für die Ausgestaltung des Disease-Management-Programms für Diabetes Typ 2. Die Empfehlungen des Ausschusses dienen dem Bundesministerium für Gesundheit als Grundlage für die entsprechende Verordnung zum Risikostrukturausgleich (Risikostrukturausgleichsverordnung, kurz RSAV).

    Januar
    Das Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung tritt in Kraft und schafft die Voraussetzungen für die Entwicklung der Disease-Management-Programme (DMP).

    Der Koordinierungsausschuss empfiehlt DMP für Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Koronare Herzkrankheiten, Chronische Atemwegserkrankungen (Asthma und COPD) und Brustkrebs.
  • 2001

    August
    Der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen veröffentlicht sein Gutachten zur Über- Unter- und Fehlversorgung in Deutschland. Er zeigt Mängel bei der Versorgung von chronisch Kranken auf. Die Experten stellen unter anderem überflüssige Doppeluntersuchungen, unkoordiniertes Nebeneinander von haus- und fachärztlichem Sektor, Defizite in der psychosozialen Betreuung und mangelndes Selbstmanagement der Patienten fest. Der Sachverständigenrat empfiehlt leitliniengestützte Versorgungsansätze - darunter Disease-Management-Programme.