Medizinischer Dienst setzt körperliche Untersuchungen aus

(19.03.20) Um besonders verletzliche Personengruppen wie beispielsweise pflegebedürftige Menschen zu schützen, setzen die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) jede Form der körperlichen Untersuchung aus. Das hat der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Mit dieser Maßnahme soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bekämpft werden.

„Die MDK-Gemeinschaft hat festgelegt, dass zum Schutz der pflegebedürftigen und vorerkrankten Menschen ab sofort keine persönlichen Begutachtungen in Pflegeheimen und in eigener Häuslichkeit zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit erfolgen“, sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.

Stattdessen würden die Medizinischen Dienste die Einstufung in Pflegegrade auf Basis der bereits vorliegenden Informationen und eines ergänzenden Telefoninterviews mit den Pflegebedürftigen beziehungsweise ihren Bezugspersonen vornehmen. Auf diese Weise werden der zeitnahe Leistungsbezug und die damit verbundene Versorgung sichergestellt. Darüber hinaus würden auch für andere Begutachtungsanlässe alternative Vorgehensweisen festgelegt, die eine Begutachtung ohne körperliche Untersuchung ermöglichen.

Bereits zuvor hatte der MDS mitgeteilt, dass die Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen vorübergehend ausgesetzt werden. Diese Änderung gilt vorläufig bis Ende Mai.

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