Ausnahme-Regelungen für die Arbeit von Hebammen angepasst

(09.04.20) Die Vertragspartner haben gemeinsame Umsetzungsempfehlungen zu der befristeten Vereinbarung und deren Änderungsvereinbarung über alternative Möglichkeiten zur Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen erstellt. Diese listet einige Übergangsregelungen mit dazugehörigen Anfragen und Erläuterungen auf. Damit sollen Abrechnungsprobleme möglichst reduziert werden. Ebenfalls enthält das Dokument einen Fragen- und Antworten-Katalog.

Für Hebammen gibt es vorübergehend die Möglichkeit der Beratung und Betreuung per Telefon oder Videotelefonat. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die maßgeblichen Hebammenverbände verständigt. Die Vereinbarung ist zunächst bis zum 19. Juni befristet und wurde Ende März mit einer Änderungsvereinbarung angepasst. Ziel der Vereinbarung ist es, die Versorgung in dieser außerordentlichen Situation zu erleichtern und aufrecht zu erhalten. Gesundheitliche Risiken für die Hebammen sowie die Versicherten und ihre Kinder sollen bestmöglich vermieden werden.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Vorgespräche in der Schwangerschaft, die Betreuung bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen sowie die Betreuung im Wochenbett und in der Stillphase jetzt auch per Telefon oder per Videotelefonat durchgeführt werden können, wenn dies aufgrund der Pandemie erforderlich ist. Gruppenangebote zur Geburtsvorbereitung und Rückbildungskurse sollen über digitale Kommunikationsmedien angeboten werden können. Zu den Leistungen per Telefon oder Videotelefonat wurden auch entsprechende Abrechnungs-Möglichkeiten für die Hebammen vereinbart.

Gemeinsame Umsetzungsempfehlungen zu der Änderungsvereinbarung und der befristeten Vereinbarung über alternative Möglichkeiten zur Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen Zusammenhang mit dem Coronavirus
Stand: 06.04.2020

Befristete Vereinbarung über alternative Möglichkeiten zur Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen
Stand: 19.03.2020

Änderungsvereinbarung der Vertragsparteien nach § 134a SGB V
Stand: 25.03.2020