Wirtschaftliche Verordnungsweise

Gemäß dem Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12 SGB V) müssen die für die Versicherten verordneten Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht übersteigen.

Hinweise zu spezifischen Verordnungsbereichen

Um Fragen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise von bestimmten Verordnungsbereichen auszuräumen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, veröffentlicht die AOK Sachsen-Anhalt hierzu gezielte Hilfestellungen.

Diese Informationen sind als Empfehlungen zu interpretieren und sollen Ärzten und ihren Praxisteams als Unterstützung für eine wirtschaftliche Verordnungspraxis dienen.

Verbandmittel
Stand November 2019

Wirtschaftliche Verordnung von Blutzuckerteststreifen

Um Blutzuckerteststreifen zu Lasten der AOK Sachsen-Anhalt wirtschaftlich zu verordnen, empfiehlt sich die Beachtung von drei einfachen Grundregeln:

  1. Verordnung grundsätzlich nur für insulinpflichtige Diabetiker. 
  2. Verordnung von wirtschaftlichen Blutzuckerteststreifen aufgrund von Vereinbarungen mit Anbietern oder Produkten der Preisgruppe B gemäß AVV (wirtschaftlichste Preisgruppe).
  3. Verordnung der Mengen gemäß der Empfehlung der KVSA

Die Preise für Blutzuckerteststreifen sind in Anlage 1 des Arzneimittelversorgungsvertrags geregelt und gliedern sich in drei Preisgruppen. Apotheken und Sonstige Leistungserbringer rechnen die Blutzuckertesttreifen nach diesen Konditionen mit der AOK Sachsen-Anhalt ab.

Zudem bestehen mit einzelnen Anbietern Vereinbarungen zur Mehrkostenübernahme bei Blutzuckerteststreifen, die gemäß AVV den Preisgruppen A oder E zugeordnet sind. Diese Produkte sind aufgrund dieser Vereinbarungen ebenso wirtschaftlich wie die Blutzuckerteststreifen der Preisgruppe B.

Anlage 1 des Arzneimittelversorgungsvertrags (AVV)

Übersicht wirtschaftlicher Blutzuckerteststreifen
Stand 01.10.2019

Fragen-Antworten-Katalog zum Thema Blutzuckerteststreifen
Stand 01.10.2019