Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen

Angehörige der Gesundheitsberufe dürfen auch ohne formelles
Anerkennungsverfahren ihrer Berufsqualifikationen vorübergehend oder gelegentlich in einem anderen EU-Land arbeiten. Nach dem Bundestag stimmte am 12. Oktober 2007 auch der Bundesrat dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2005/36/EG über die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen der Heilberufe in deutsches Recht zu.

Die EU-Richtlinie regelt u. a. die Verfahren, mit denen Ausbildungen in Heilberufen in den EU-Staaten gegenseitig anerkannt werden. Die Richtlinie gilt sowohl für freiberuflich tätige als auch angestellte Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten und Angehörige der Pflegeberufe. Sie verbessert die Situation für Heilberufler und Patienten in einem wachsenden Europa.

Die Niederlassung in den EU-Staaten bleibt sichergestellt, größere Freiheiten bei der Erbringung von Dienstleistungen werden geschaffen: Trotzdem bleibt der Patientenschutz in vollem Umfang gewahrt. Will ein Angehöriger der Gesundheitsberufe im EU-Ausland arbeiten, muss er einmalig seinne Qualifikation  nachweisen.

Das Gesetz berücksichtigt außerdem die Regelungen, die im Zuge des Beitritts von Bulgarien und Rumänien zur EU erforderlich waren.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 12. Oktober 2007)

Gesetzentwurf Anerkennung von Berufsqualifikationen der Heilberufe 12.10.2007
Vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates (am 12. Oktober 2007) beschlossen.