Kurzzeitpflege

Die vorübergehende Betreuung in einer vollstationären Einrichtung (Kurzzeitpflege) können pflegebedürftige Menschen in Anspruch nehmen, wenn die Pflege zu Hause zeitweise nicht oder noch nicht möglich ist.

Einen Anspruch auf Kurzzeitpflege haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5. Die Pflegekasse übernimmt entsprechende Kosten in Höhe von 1.612 Euro für maximal acht Wochen im Kalenderjahr. Dieser Betrag kann um bis zu 1.612 Euro aus nicht verbrauchten Mitteln der Verhinderungspflege erhöht werden. Der Erhöhungsbetrag steht dann für die Verhinderungspflege nicht mehr zur Verfügung.

Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 125 Euro für die Leistungen der Kurzzeitpflege verwenden.

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI).

> Zu den aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung

> Zu den Leistungen der Pflegeversicherung bis 31.12.2016 (PDF)

> Zu den bundesweit gültigen Regelungen in der Kurzzeitpflege

 

Umsetzung der Förderverfahren gemäß § 8 Abs. 6 bis 8 SGB XI für vollstationäre Pflegeeinrichtungen im Freistaat Sachsen

Mit dem zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) wurden drei Verfahren eingeführt, bei denen vollstationäre Pflegeeinrichtungen auf Antrag eine finanzielle Förderung erhalten können. Dies betrifft die:

  • Umsetzung des „13.000-Stellen-Programms“ in der Altenpflege gemäß § 8 Abs. 6 SGB XI

  • Förderung von Maßnahmen von Pflegeeinrichtungen zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf gemäß § 8 Abs. 7 SGB XI

  • Förderung der Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen gemäß § 8 Abs. 8 SGB XI.

Die Landesverbände der Pflegekassen in Sachsen haben sich darauf verständigt, dass diese Förderverfahren zentral, effizient und einheitlich durch eine Pflegekasse realisiert werden sollen.

Bitte senden Sie Ihre Anträge und Anfragen ausschließlich an folgende Postadresse der für die Verfahren zuständigen Pflegekasse DAK Gesundheit in Hamburg:

DAK Zentrale
Fachbereich 007860
Nagelsweg 27-31
20097 Hamburg

oder an folgende E-Mail-Adresse: service007830@dak.de. Für eine schnelle Zuordnung der Anträge ist im Betreff der jeweilige Antrag zu vermerken, z. B.  „Antrag § 8 Abs. 6 SGB XI“.

 

Der Rahmenvertrag zwischen den sächsischen Pflegekassen und den Vereinigungen der Leistungserbringer regelt die Bedingungen für die Erbringung von Leistungen der Pflegeversicherung.
 

Rahmenvertrag Kurzzeitpflege
Rahmenvertrag gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI zur Kurzzeitpflege vom 01.04.1996

Pflegeversicherungsgesetz
Empfehlungen zur Vereinbarung von Pflegesätzen und Entgelten für die Kurzzeitpflege. Beschluss der Pflegesatzkommission vom 01.01.2000

Landesvereinbarung zur Kurzzeitpflege nach § 39c SGB XI
Landesvereinbarung zur Kurzzeitpflege nach § 132h in Verbindung mit § 39c SGB V für vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit einer Zulassung nach § 72 SGB XI, in Kraft ab 01.11.2017

Strukturerhebungsbogen
Stand: 01.06.2019

Strukturerhebungsbogen - Anzeige von Änderungen

Muster-Versorgungsvertrag
Stand: 01.08.2011

Konzeptionsentwicklung in Pflegeeinrichtungen
Orientierungshilfe des Landespflegeausschusses des Freistaates Sachsen zur Konzeptionsentwicklung von Pflegeeinrichtungen aus dem Jahr 2018

Curriculum der Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft
Empfehlungen des Landespflegeausschusses vom 02.12.2003 zum Curriculum der Weiterbildung zur "Verantwortlichen Pflegefachkraft" in Sachsen