Zahl der Organspender gestiegen

(27.11.18) Nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Organspender wieder gestiegen. Bis Mitte November wurden 832 Spender in Deutschland registriert, mehr als im gesamten Vorjahr. Das hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) auf ihrem Jahreskongress in Frankfurt am Main mitgeteilte.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 797 Spendern Organe entnommen, das war laut DSO der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Auch die Zahl der entnommenen Organe stieg. Im Jahr 2014 lag die Zahl der Organspender insgesamt bei 864, 2015 bei 877 und 2016 bei 857.

Mehr als 2.500 Organe gespendet

Bis Oktober konnten in diesem Jahr 2.566 Organe aus Deutschland über die europäische Vermittlungsstelle Eurotransplant an schwerkranke Patienten vermittelt werden. Es handelte sich um 1.317 Nieren, 245 Herzen, 286 Lungen, 644 Lebern, 72 Bauchspeicheldrüsen und zwei Dünndärme.

Mehr Aufmerksamkeit

Als einen der Gründe für diesen positiven Trend vermutet die Organisation die öffentliche Diskussion um die geringen Spenderzahlen. Allein die verstärkte Aufmerksamkeit für das Thema habe vermutlich dazu geführt, "dass Ärzte und Pflegende im Klinikalltag häufiger an die Möglichkeit von Organspenden denken und den Kontakt zu uns aufnehmen", erklärte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO.

Die Bundesregierung hat das "Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO)" auf den Weg gebracht. Ziel des Gesetzes ist es, die Zahl der Transplantationen durch bessere strukturelle und finanzielle Voraussetzungen in den Entnahmekrankenhäusern zu erhöhen.

AOK bietet Entscheidungshilfe an

Die AOK hat eine Entscheidungshilfe zur Organspende entwickelt. Sie bietet umfangreiche Informationen zum Thema und einen Online-Fragebogen zur Entscheidungsfindung.

Weiterführende Informationen: