Hochspezialisierte Leistungen

Risikofeststellung und interdisziplinäre Beratung, Gendiagnostik und Früherkennungsmaßnahmen von Ratsuchenden mit familiärer Belastung für Brust- und/oder Eierstockkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Deutschland. Zehn Prozent der Frauen erkranken in ihrem Leben an Brustkrebs. Eine kleine Gruppe von Frauen hat ein genetisch bedingt weitaus höheres Erkrankungsrisiko und wird durch das reguläre Screening auf Brustkrebs nicht ausreichend erfasst. Für diese Frauen kann durch die Familienanamnese und eine spezielle molekulargenetische Untersuchung das Erkrankungsrisiko konkretisiert werden. Dies war bis 2004 in Sachsen an den Universitätskliniken möglich, finanziert durch die Deutsche Krebshilfe. Ab 2005 können die Krankenkassen diese Leistung vertraglich weiter fortführen. Die AOK Sachsen hat sich hierfür entschieden.

Für Versicherte der AOK Sachsen besteht ab 2005 die Möglichkeit, an den Universitätskliniken in Dresden und Leipzig im Rahmen einer interdisziplinären Beratung und mittels hochspezialisierter Gendiagnostik eine Risikofeststellung der familiären Belastung für Brust- und/oder Eierstockkrebs vornehmen zu lassen.

Dieses neue Versorgungsangebot umfasst:

  • die Risikofeststellung und interdisziplinäre Beratung,
  • die Genanalyse und
  • ein strukturiertes und standardisiertes Früherkennungsprogramm

Für die Inanspruchnahme der Leistung benötigen die Versicherten eine Überweisung von einem niedergelassenen Vertragsarzt.

Ziel des neuen Versorgungsangebotes ist es, Frauen mit einem hohen Erkrankungsrisiko zu identifizieren, das tatsächliche Erkrankungsrisiko festzustellen und durch eine frühzeitige Diagnostik den Krankheitsverlauf zu verbessern.