NVL Asthma grundlegend überarbeitet

(02.10.18) Ein Großteil der Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL) Asthma wurde aktualisiert. Das hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) mitgeteilt und die nun dritte Auflage der Leitlinien auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die Leitlinie fasst in 119 Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Asthma den aktuellen Wissensstand für alle an der Versorgung Beteiligten zusammen.

Die Kernaussagen der NVL Asthma

Laut ÄZQ ist die Kernaussage der aktuellen NVL Asthma, dass für die Klassifikation und Behandlung des Asthmas die Asthmakontrolle entscheidend ist. Sie ergibt sich aus der Symptomatik und dem Risiko für eine Verschlechterung des Asthmas. Die früher verwendete Einteilung nach dem Schweregrad hat keinen Stellenwert mehr.

Schulungen helfen den Patienten beim Selbstmanagement mit der chronischen Erkrankung umzugehen, so die ÄZQ. Daher ist es wichtig, allen Patienten mit einer Langzeittherapie die Teilnahme an Schulungen zu ermöglichen. Das gilt besonders auch für die Handhabung eines Inhalationssystems: „Wer ein neues Inhalationssystem erhält, benötigt eine Einweisung. Der Patient übt in der Arztpraxis die korrekte Handhabung und führt sie vor. Auch die Apotheke kann hier unterstützen. Ein Wechsel des Inhalationssystems soll vermieden werden, wenn der Patient gut zurechtkommt“, heißt es in einer Übersicht der wichtigsten Leitlinienempfehlungen.

Asthma gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten. Ziel der NVL Asthma ist es laut ÄZQ, die bestmögliche, sektorenübergreifende Versorgung von Patienten mit Asthma zu definieren. Die multidisziplinäre Leitliniengruppe hat dazu Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie des Asthmas im Kindes- und Erwachsenenalter erarbeitet.

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