Qualitätsmanagement: Arzthelferinnen in Schlüsselrolle

(07.03.18) Der Verband medizinischer Fachberufe sieht die Medizinischen Fachangestellten (MFA) beim Qualitätsmanagement (QM) in Arztpraxen in einer zentralen Rolle. "Seit mehr als 20 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit Fragen des Qualitätsmanagements", sagte Hannelore König, 1. Vorsitzende des geschäftsführenden Vorstandes, bei einer Podiumsdiskussion zum 55. Gründungsjubiläum des Verbandes in Bochum. Inzwischen gebe es etliche Qualitätszirkel und "Camps", in denen die zu Qualitätsmanagementbeauftragten weitergebildeten MFA Erfahrungen austauschen würden.

"Medizinische Fachangestellte sind die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient" meinte auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst. Mit entsprechender Zusatzqualifikation können sie die Funktion der Qualitätsmanagementbeauftragten übernehmen und den Arzt im QM entlasten. Das Online-Berichts- und Lernsystem für kritische Ereignisse "CIRS-NRW" richtet sich deshalb nicht nur an Ärzte, sondern auch an die MFA.

Veränderungen müsse es nach Meinung der Teilnehmer der Podiumsdiskussion bei der Entlohnung der MFA geben. Laut Brigitte März, Referatsleiterin MFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V, seien längst nicht alle Arbeitgeber bereit, mindestens die Tarifgehälter zu bezahlen.

Weitere Informationen