Mehr Qualität bei der Früherkennung von Brustkrebs

(05.02.18) Vieles hängt bei der frühzeitigen Diagnose von Brustkrebs von der Qualität der Aufnahme ab, aber auch von den Fachärzten, die die Bilder auswerten. Die Qualität der Mammographie Aufnahmen ist überwiegend gut. Doch sie könnte noch besser sein, das zeigen entsprechende Untersuchungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Demnach entsprechen 88 Prozent der Mammographien den Qualitätsvorgaben des Bundesmantelvertrags. Bei fast zwölf Prozent stellte die KBV jedoch "geringe" Mängel fest, die Quote der Bilder mit "schwerwiegenden" Mängeln liegt bei unter einem Prozent. Für diese Ergebnisse wurden 2013 und 2014 mehr als 63.000 Aufnahmen untersucht.

Unvollständige Bilder sind das häufigste Problem

Die meisten Fehler finden sich in den sogenannten Medio-lateral-oblique-Aufnahmen, die die Brust der Patientin einschließlich Haut, Unterhaut, Drüsenkörper und Fettgewebe vollständig abbilden sollen. Hierbei sind unvollständige Aufnahmen das häufigste Problem, gefolgt von den deutlich selteneren unpräzisen Darstellungen und Mängeln bei formalen Anforderungen - etwa der korrekten Beschriftung - , die nur vereinzelt auftreten.

Broschüre der KBV hilft bei der Qualitätssicherung

Die KBV hat deshalb eine Broschüre entwickelt, die Vertragsärzte und ihre radiologischen Fachkräfte bei der Erstellung qualitativ hochwertiger Bildern für die Früherkennung von Brustkrebs unterstützt. Das Heft "Bildqualität in der Mammographie" soll dazu beitragen die Qualität von Mammographien auf hohem Niveau zu halten und Mängel bei der Erstellung von Mammographieen zu vermeiden.

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