Richtiger Umgang mit Opioid-Schmerzpflastern

(14.06.18) Wie werden opioidhaltige Schmerzpflaster richtig angewandt? Und wie werden sie richtig aufbewahrt? Auf diese und mehr Fragen gibt der "Leitfaden für den Umgang mit opioidhaltigen Schmerzpflastern" eine Antwort, der jetzt vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) veröffentlicht wurde. Die zwölfseitige Broschüre richtet sich an  Patienten, pflegende Angehörige, aber auch an Pflegefachpersonen in Kliniken, Heimen und in der häuslichen Pflege.

Ein besonderes Augenmerk legt der Leitfaden auf die Entsorgung der gebrauchten Pflaster mit den Wirkstoffen Fentanyl und Buprenorphin. Laut DBfK ist Fentanyl bis zu hundertmal stärker als Heroin, das macht gebrauchte Schmerzpflaster interessant für Drogenabhängige. "Umso wichtiger, dass einerseits die Schmerzpatienten selbst, andererseits aber auch diejenigen, die sie pflegen und versorgen, gut Bescheid wissen und sorgsam mit den Pflastern umgehen", sagt DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.

Einheitliches Konzept ist wichtig

Der DBfK empfiehlt, dass in stationären Einrichtungen ein einheitliches Konzept zur Entsorgung gebrauchter Schmerzpflaster vorliegen soll. Als Beispiel nennt der Verband, das Pflaster nach Entfernen mit den Innenseiten zusammenkleben und über den Spritzenabwurf zu entsorgen.

Ausdrücklich weist der Verband aber darauf hin, dass der Leitfaden nicht die beiliegen Gebrauchsinformation des Herstellers, sprich den Beipackzettel, ersetzt. Er ist eine Ergänzung und enthält Tipps und Empfehlungen pflegerischer Schmerzexperten mit langjähriger Erfahrung in der Anwendung dieser Pflaster.

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