Achtsamkeit: Bewusst im Hier und Jetzt

Den Augenblick bewusst wahrnehmen, ohne ihn zu beurteilen und zu bewerten - darum geht es beim Achtsamkeitstraining. Diese Technik lässt sich auch im Berufsalltag anwenden. Mit ein wenig Übung findet man damit die nötige innere Distanz und mehr Ruhe.

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Der amerikanische Verhaltensmediziner Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn hat das Achtsamkeitstraining entwickelt. Er übernahm asiatische Meditations- und Yoga-Elemente. Die Wirkung ist nachgewiesen: Wer seine Aufmerksamkeit nach innen richtet, wird automatisch ruhiger. Die Atmung wieder tiefer, der Blutdruck sinkt, die Muskulatur entspannt. Der ganze Körper wird in einen Zustand der Erholung versetzt.

Achtsamkeit beim Gehen:
Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie auf und ab gehen können. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit beim Gehen auf die Empfindungen in den Füßen und Beinen sowie auf die Bewegung des Gehens. Achten Sie etwa darauf, wie Sie das Gewicht verlagern, wenn Sie den Fuß heben und senken. Wie fühlt sich der Boden an?

Das achtsame Gehen können Sie auch bei Spaziergängen ausprobieren. Wie spüren Sie die Sonne oder Kälte auf der Haut, was sehen und hören Sie?

Achtsamkeit beim Essen:
Nehmen Sie sich ein Stück Obst, zum Beispiel einen Apfel. Sehen Sie ihn genau an. Welche Form und Farbe hat er? Schließen Sie die Augen und fühlen Sie die Oberfläche des Apfels. Achten Sie dann auf Ihre Empfindungen beim Essen.

Atempause:
Setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl. Schließen Sie die Augen und spüren in sich hinein: Was geht Ihnen durch den Kopf? Versuchen Sie, die Situation so anzunehmen, wie sie ist. Richten Sie die Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Atmen Sie einige Male ruhig und tief. Nehmen Sie dann Ihren Körper als Ganzes wahr vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen.


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