Weitere Pflegekonzepte: Bobath und Basale Stimulation

Neben Kinästhetik gibt es weitere Pflegekonzepte, die sich dazu eignen, Pflegebedürftige aktiv einzubeziehen. Dazu gehören das Bobath-Konzept sowie die Basale Stimulation. Die Anwendung des Bobath-Konzeptes hilft Pflegenden auch, Rückenbeschwerden vorzubeugen. vigo PraxisService fasst die wichtigsten Ziele und Inhalte der Konzepte zusammen.

Das Bobath-Konzept ist eine weit verbreitete Therapieform, die für die Behandlung von Menschen mit Erkrankungen des Zentralen Nervensystems entwickelt wurde. Sie leiden häufig unter Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Krämpfe (Spastik). Durch die Anwendung des Bobath-Konzepts soll die Muskelspannung der Patienten wiederhergestellt und sie in die Lage versetzt werden, möglichst selbstständig am täglichen Leben teilzunehmen. Bei der Mobilisierung nutzen die Pflegekräfte die verbliebenen Fähigkeiten der Patienten; dadurch entlasten sie ihren Rücken.

Basale Stimulation ist ein pädagogisches Konzept, mit dem schwerstbeeinträchtigte Menschen gepflegt und begleitet werden. Die Bezeichnung ist von den lateinischen Begriffen "basal" (grundlegend) und "stimulatio" (Anreiz, Anregung) abgeleitet. Dabei treten die Pflegenden in Kontakt zu den Pflegebedürftigen. Sie unterstützen sie dabei, sich selbst und ihre Umgebung wahrzunehmen, mit anderen Menschen zu kommunizieren sowie so weit wie möglich am täglichen Leben teilzuhaben.

Dies geschieht etwa durch

  • Nachmodellieren des Körpers durch behutsame Berührungen
  • Innehalten des Betreuers während einer Tätigkeit, damit sich der Patient ausdrücken sowie Zustimmung oder Ablehnung zeigen kann
  • Wiederkehrende, anregende Aktivitäten, die dem Pflegebedürftigen ermöglichen, sich an Bewegungen zu beteiligen, sich sicher zu fühlen und Freude zu empfinden.