Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und Kontrolle in der Transplantationsmedizin

Qualitätssicherung in der Transplantationsmedizin betrifft zum einen die Versorgungsqualität. Hier geht es darum, die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der beteiligten Krankenhäuser zu messen, transparent zu machen und zu vergleichen, um eine qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftliche Versorgung der Versicherten zu gewährleisten. So sind die Entnahmekliniken und Transplantationszentren dazu verpflichtet, sowohl an der externen als auch sektorenübergreifenden Qualitätssicherung teilzunehmen und das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Allerdings ist derzeit eine einheitliche Erfassung und Zusammenführung der relevanten Daten des Transplantationswesens aufgrund bestehender gesetzlicher Regelungen nicht möglich. Hier soll ein nationales Transplantationsregister mehr Transparenz schaffen.

Zum anderen geht es bei der Qualitätssicherung um die Kontrolle der Prozesse nach dem TPG, insbesondere bei der Organzuteilung wie zum Beispiel Wartelistenführung und Organvermittlung). Hierzu wurden im Zuge der Novellierung des Transplantationsgesetzes die Rechte der Kontrollgremien der Bundesärztekammer, der Überwachungskommission und der Prüfungskommission, gestärkt. Sie sollen die Arbeit der Koordinierungsstelle, der Vermittlungsstelle, der Transplantationszentren und Entnahmekrankenhäuser überwachen und auf diese Weise vor allem die Qualität der Organzuteilung sichern. Zugleich wurden eine Geschäftsstelle Transplantationsmedizin gegründet, die die Tätigkeit der Kommissionen koordiniert, und eine Vertrauensstelle eingerichtet, bei der Auffälligkeiten und Verdachte auf Fehlverhalten auch anonym gemeldet werden können.

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