Heilmittel im Rahmen Entlassmanagement ab 1. Oktober 2017

Allgemeine Informationen

  • Voraussetzung für das Ausstellen einer Heilmittelverordnung ist die Einwilligung des Versicherten zum Entlassmanagement, die vom Krankenhaus bzw. der Rehabilitationseinrichtung einzuholen ist.
  • Es gelten die Vorschriften der Heilmittelrichtlinie (HeilM-RL) und der jeweiligen Rahmenverträge
  • Heilmittelverordnungen im Rahmen des Entlassmanagements sind  bei der AOK PLUS nicht genehmigungspflichtig.
  • Es ist immer eine Erstverordnung auszustellen. Dies gilt auch, wenn der Versicherte vor dem Krankenhausaufenthalt bereits Heilmittelbehandlungen in Anspruch genommen hat.
  • Heilmittelverordnungen im Rahmen des Entlassmanagements bleiben bei der weiterbehandelnden vertragsärztlichen Versorgung, insbesondere bei der Betrachtung des Regelfalls sowie bei der Bemessung der Verordnungsmenge unberücksichtigt.
  • Das Krankenhaus (der Krankenhausarzt) kann im Rahmen des Entlassmanagements Heilmittel für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen nach der Entlassung verordnen.
  • Die Heilmittelbehandlung muss innerhalb von sieben Kalendertagen nach Entlassung aufgenommen werden und innerhalb von zwölf Kalendertagen abgeschlossen sein; nicht in Anspruch genommene Behandlungseinheiten verfallen nach zwölf Tagen.
  • Die Verordnungsmenge ist abhängig von der Behandlungsfrequenz so zu bemessen, dass der Behandlungszeitraum von sieben Tagen nicht überschritten wird.

Verordnung

  • Für die Verordnung sind die Vordrucke mit Sonderkennzeichnung  "Entlassmanagement" zu verwenden.
  • Die Ausstellung der Verordnung erfolgt am Entlassungstag mittels einer zertifizierten Praxisverwaltungssoftware.
  • Verwendung der durch die KVen vergebenen Betriebsstätten-Nr. 75… sowie der im Feld "Arzt-Nr" eine neunstellige Fachgruppennummer 4444444.. + Fachgruppencode.

Wahl des Leistungserbringers

  • Der Versicherte kann den Leistungserbringer frei wählen.
  • Heilmittelleistungen dürfen nur in zugelassenen Praxen durchgeführt werden.
  • Für spezielle physikalische Therapien, wie zum Beispiel
    → Manuelle Lymphdrainage (MLD),
    → Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät),
    → Krankengymnastik zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen (KG-ZNS) nach BOBATH, VOJTA oder PNF,
    → Manuelle Therapie (MT) und
    → Standardisierte Heilmittelkombination (D1)
    ist eine gesonderte Abgabeberechtigung des Leistungserbringers erforderlich.

Weitere Informationen zum Entlassmanagement finden Sie hier.

Weitere Information zu Heilmittelleistungen finden Sie hier.
 

Ansprechpartner

Spezielle Fragen zur Heilmittelverordnung und Abrechnungsberatung beantwortet Ihnen:

Korina Bischoff
0800 10590-89180*
E-Mail: korina.bischoff@plus.aok.de

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