Persönliches Budget

­Mit dem Persönlichen Budget können Menschen mit Behinderungen Unterstützungsleistungen kaufen und bezahlen. Es ermöglicht ihnen, selbst zu entscheiden, welche Form der Hilfe sie wann und von wem erhalten möchten.

Die Betroffenen können das Persönliche Budget für sämtliche Leistungen zur Teilhabe beanspruchen. Ausdrücklich vorgesehen ist auch der Einsatz des Persönlichen Budgets für betreutes Wohnen, speziell um den Auszug aus einem Heim in betreute Wohnmöglichkeiten zu erleichtern.

Außerdem sind mit dem Persönlichen Budget möglich:

  • Pflegeleistungen der Pflegeversicherung (bei Pflegesachleistung nur Gutschein, der bei einem Pflegedienst einzulösen ist) und der Sozialhilfe
  • Krankenkassenleistungen
  • Leistungen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben (Arbeitsassistenz, Kraftfahrzeughilfe, Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben)
  • Hilfen zur Frühförderung bei behinderten Kindern.

Menschen mit Behinderungen beantragen das Persönliche Budget bei einem Leistungsträger oder bei einer Gemeinsamen Servicestelle. Das betrifft sowohl Anträge auf ein "einfaches" Persönliches Budget bei nur einem einzigen Leistungsträger als auch auf ein trägerübergreifendes Persönliches Budget, bei dem zwei oder mehr Leistungsträger beteiligt sind.

Das Persönliche Budget ergänzt seit 2005 die bis dahin üblichen Dienst- oder Sachleistungen. Seit 1. Januar 2008 haben behinderte Menschen einen Rechtsanspruch darauf, zwischen der Sachleistung und dem Persönlichen Budget wählen zu können.

Handlungsempfehlungen "Trägerübergreifende Aspekte bei der Ausführung von Leistungen durch ein Persönliches Budget"
Herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)
Stand: 01.04.09