Verordnung von Rehabilitation vereinfacht

Die Verordnung von medizinischer Rehabilitation wird ab 1. April 2016 einfacher. Dann fällt das Verordnungsmuster 60 weg. Damit brauchen Vertragsärzte nur noch ein Formular auszufüllen. Außerdem kann künftig jeder Vertragsarzt eine medizinische Rehabilitation verordnen. Diese Änderungen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) vergangene Woche beschlossen und die Rehabilitations-Richtlinie entsprechend angepasst.

Bis März 2016 benötigen Ärzte das Muster 60, um die Rehabilitation einzuleiten. Sie informieren damit die gesetzliche Krankenversicherung über den Rehabilitationsbedarf. Diese prüft daraufhin, ob sie für die Kostenübernahme zuständig ist. Ist das der Fall, können Ärzte die Rehabilitation mit dem Muster 61 verordnen.

Eine solche Vorabprüfung der Zuständigkeit ist in Zukunft jedoch nicht mehr vorgeschrieben. Das bedeutet, dass Ärzte ab 1. April 2016 eine Rehabilitation direkt verordnen können. Sind sie sich nicht sicher, ob die gesetzliche Krankenversicherung der Kostenträger ist, können sie dies aber nach wie vor vorab von der Krankenkasse klären lassen. Auch können sie weiterhin eine Beratung des Versicherten durch die Krankenkasse anfordern. Ein neues Verordnungsformular Muster 61 wird ab 1. April 2016 zur Verfügung stehen.