Neue Gesetze bringen Änderungen für die Reha

(24.07.15) Versicherte haben bei Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen ab jetzt ein größeres Wahlrecht. Das sieht das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) vor, das am 23. Juli in Kraft getreten ist. So können Versicherte die Rehaeinrichtung jetzt aussuchen, wenn sie die dafür entstehenden Mehrkosten selbst tragen. Bisher galt diese Regelung nur für zertifizierte Einrichtungen, die keinen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen abgeschlossen haben. Das bisher schon bestehende Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten bleibt davon unberührt.

Außerdem erhalten Versicherte durch das Gesetz Anspruch auf Entlassmanagement nach einer stationären Rehabilitation. Damit soll eine lückenlose Anschlussbehandlung gewährleistet werden. Eine weitere Regelung betrifft mobile Rehabilitationsleistungen durch wohnortnahe Einrichtungen im gewohnten Wohnumfeld des Versicherten. Das GKV-VSG stellt klar, dass diese eine Form der ambulanten Rehabilitation sind. 

Zuschüsse steigen

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz), das der Bundestag Mitte Juni verabschiedet hat, enthält Neuregelungen für den Bereich Vorsorge. So können Versicherte mit besonderen beruflichen oder familiären Belastungen in Zukunft leichter ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten in Anspruch nehmen. Bei dieser Form der Vorsorge zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die ambulante Behandlung am Kurort und beteiligen sich an den übrigen Kosten (zum Beispiel für Unterkunft und Verpflegung). Für diesen Zuschuss gilt künftig eine neue Obergrenze: Statt 13 Euro pro Kurtag können die Kassen maximal 16 Euro zahlen. Bei chronisch kranken Kleinkindern sind es maximal 25 statt 21 Euro.