Medizinische Vorsorgeleistungen

Ist die ärztliche Behandlung einschließlich präventiver Maßnahmen nicht ausreichend oder blieb ohne Erfolg, kommen Vorsorgeleistungen nach den §§ 23 und 24 SGB V in Betracht. Diese sind:

Folgende Indikationskriterien müssen erfüllt sein, damit ein Versicherter eine Vorsorgeleistung erhalten kann:

  • Vorsorgebedürftigkeit
  • Vorsorgefähigkeit
  • realistische Vorsorgeziele
  • positive Vorsorgeprognose

Ambulante Vorsorge in anerkannten Kurorten

Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten sind grundsätzlich nur dann möglich, wenn die ambulante Behandlung am Wohnort nicht ausreicht. Der Kurzarzt koordiniert die Maßnahme. Er erstellt zu Beginn einen individuellen Vorsorgeplan, der den Bedürfnissen des Versicherten Rechnung trägt. Die Leistungen richten sich nach dem Kurarztvertrag und werden danach abgerechnet.

Ambulante Vorsorgeleistungen können auch in kompakter Form als sogenannte Kompaktkur erbracht werden. Die Kompaktkur ist eine interdisziplinäre ambulante Leistung, die unter ärztlicher Verantwortung koordiniert und nach einem strukturierten Therapiekonzept in Gruppen mit krankheitsspezifischer Ausrichtung durchgefürt wird.

Stationäre Vorsorgeleistungen

Wenn die ambulante Behandlung am Wohnort und ambulante Vorsorgeleistungen am anerkannten Kurort nicht ausreichen, können Versicherte Vorsorgebehandlungen mit Unterkunft und Verpflegung in einer stationären Vorsorgeeinrichtung erhalten. Die stationäre Vorsorgeeinrichtung muss einen Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V mit den Krankenkassen geschlossen haben. Die Leistungen werden in der Regel für bis zu drei Wochen erbracht, es sei denn, eine Verlängerung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich.

Die stationäre Vorsorge wird von einem interdisziplinären Team unter Leitung eines qualifizierten Arztes auf der Grundlage eines individuellen Behandlungsplanes erbracht.

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