Rehabilitations- und Vorsorgeleistungen für Kinder und Jugendliche

Rehabilitations- und Vorsorgeleistungen für Kinder- und Jugendliche beinhalten neben medizinischen und psychosozialen Leistungen auch gesundheitsfördernde Maßnahmen. Ziel von Vorsorgeleistungen ist unter anderem, Risikofaktoren für Krankheiten zu vermindern oder zu beseitigen und einer Verschlimmerung oder Chronifizierung von Krankheiten vorzubeugen. Vorsorgeleistungen sollen die Kinder und Jugendlichen außerdem befähigen, gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen zu ändern. Ziel einer Rehabilitation ist, die durch die Erkrankung eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Kindes zu verbessern oder wiederherzustellen, damit es wieder voll am Alltagsleben teilnehmen kann.

Kinder-und-Jugendlichen-Rehabilitationen gehören gleichermaßen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen wie der gesetzlichen Rentenversicherung. Das heißt, sie können sowohl bei der Krankenkasse als auch bei der Rentenversicherung beantragt werden. Sie müssen von einem Arzt verordnet  werden.

Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen werden in spezialisierten Einrichtungen erbracht. Diese benötigen einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen nach § 111 SGB V, um GKV-Versicherte behandeln zu dürfen. Darin sind unter anderem die Qualitätsanforderungen an sie geregelt.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind grundsätzlich zuzahlungsbefreit.

Gemeinsames Rahmenkonzept für die Durchführung stationärer medizinischer Maßnahmen der Vorsorge und Rehabilitation für Kinder und Jugendliche
Herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)
Stand: Februar 2008