Ambulante/mobile Rehabilitation

Ambulante Rehabilitation bietet interdisziplinäre therapeutische Angebote wohnortnah an. So kann die Behandlung den Erfordernissen des Einzelfalles flexibel angepasst werden.

Ebenso wie die stationäre Rehabilitation geht auch die ambulante medizinische Rehabilitation von einem ganzheitlichen Ansatz aus, der die physischen, psychischen und sozialen Aspekte der Rehabilitation umfasst. Gleichermaßen gelten die Grundsätze der Komplexität, der Interdisziplinarität und der Individualität.

Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen, mobile Rehabilitationsmaßnahmen als Sonderform der ambulanten Rehabilitation und ambulante Anschlussrehabilitation (§ 40 Abs. 1 und 6 SGB V) werden durch wohnortnahe Einrichtungen erbracht. Diese benötigen dafür einen Versorgungsvertrag mit der Krankenkasse nach § 111c SGB V.

Die Leistungen können sowohl nach einem Krankenhausaufenthalt als Anschlussrehabilitation als auch aus der vertragsärztlichen Versorgung ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt beantragt werden. Die Krankenkassen bestimmen Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls.

Ambulante und mobile Rehabilitationsmaßnahmen dauern bis zu 20 Behandlungstage. Eine Verlängerung ist möglich, wenn sie aus medizinischen Gründen dringend erforderlich ist. Eine erneute Rehabilitation ist erst nach Ablauf von vier Jahren möglich. Eine vorzeitige Wiederholung kann der Versicherte beantragen, wenn diese aus medizinischen Gründen dringend erforderlich ist. Es ist auch Aufgabe des Arztes, die Dringlichkeit einer vorzeitigen Wiederholung darzulegen.

Zu den Zuzahlungsregelungen

Zur Qualitätssicherung in der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation

Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation

Als Grundlage für den Ausbau einer von allen Leistungsträgern gemeinsam zu nutzenden bedarfsgerechten ambulanten Rehabilitationsstruktur und zur Gewährleistung einer an einheitlichen Grundsätzen ausgerichteten und zielorientierten Leistungsgewährung wurden Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation vereinbart. Sie gliedern sich in einen "Allgemeinen Teil" mit den Grundsätzen, Voraussetzungen und Zielen der ambulanten medizinischen Rehabilitation und einen "Besonderen Teil" mit indikationsspezifischen Konzeptionen.