Deutsche sind offen für alternative Betreuungsformen

(04.08.15) Fast die Hälfte der Deutschen wollen im Alter am liebsten in Betreutes Wohnen mit professioneller Pflege ziehen. Das hat eine repräsentative Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) gezeigt. Rund 37 Prozent der Befragten würden sich daheim von einem ambulanten Pflegedienst versorgen lassen oder in ein Mehrgenerationenhaus ziehen. Eine Senioren-Wohngemeinschaft kommt für ein Drittel infrage. Mehrfachnennung waren bei der Umfrage möglich.

Laut der Studie unter 1.000 Verbrauchern ist ein Pflegeheim für den Großteil keine Option. Nur zwölf Prozent der Befragten würden sich im Pflegefall dafür entscheiden. Auch die Betreuung durch Familienangehörige in den eigenen vier Wänden können sich nur 20 Prozent vorstellen.

Die Studie ergab außerdem, dass die Deutschen offen für Fachkräfte aus dem Ausland sind. Rund 63 Prozent der Befragten gaben an, keinerlei Probleme damit zu haben, zu Hause von einer ausländischen Pflegekraft betreut zu werden. Auch bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung spielt muttersprachliches Fachpersonal keine entscheidende Rolle. Nur jeder Siebte würde diesen Aspekt bei der Auswahl besonders berücksichtigen (14 Prozent).