Ambulante Pflege benötigt eigene Qualitätsindikatoren

(18.06.15) Die Entwicklung von Indikatoren für die Messung der Ergebnisqualität in der ambulanten Pflege ist schwierig aber machbar: Das ist das Ergebnis eines Gutachtens zur Klärung von Grundsatzfragen zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und -berichterstattung in der häuslichen Pflege. Wissenschaftler von der Hochschule Osnabrück, die im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) das Gutachten erstellt haben, stellten fest, dass die Indikatoren aus dem stationären Bereich sich nicht einfach auf die ambulante Pflege übertragen ließen. Die ambulante Pflege unterliege anderen Systematiken und Rahmenbedingungen, heißt es im Gutachten. Deshalb sei es notwendig, für die häusliche Pflege eigene Qualitätsindikatoren zu entwickeln und sie gesondert zu erproben.

In Ihrem Gutachten empfehlen die Wissenschaftler darüber hinaus einen mehrstufigen Entwicklungsprozess. So sollen die Indikatoren zunächst im Rahmen des internen Qualitätsmanagements erprobt werden. Anhand dieser Erfahrungen ließe sich dann mittelfristig klären, ob und welche von ihnen auch für andere Zwecke, wie die vergleichende Qualitätsberichterstattung geeignet sind. Eine schnelle Lösung für eine indikatorengestützte Qualitätsberichterstattung in der häuslichen Pflege gebe es aber nicht.

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