Landesbasisfallwerte

Der Landesbasisfallwert ist ein landesweit einheitlicher Preis für Klinikleistungen. Er wird jedes Jahr von den Landesverbänden der Krankenkassen und den Landeskrankenhausgesellschaften verhandelt.

Die Erlöse der zirka 1.500 somatischen Kliniken im Bundesgebiet steigen 2019 um 2,35 Prozent auf mehr als 75 Milliarden Euro. Das ergeben Hochrechnungen des AOK-Bundesverbandes auf Basis der vereinbarten Mengen und Landesbasisfallwerte auf Länderebene. Für den moderaten Anstieg ist vor allem die seit Jahren erstmals rückläufige Mengenentwicklung verantwortlich: Im Bundesdurchschnitt sinkt das Casemix-Volumen gegenüber 2018 um 0,19 Prozent. Am deutlichsten gehen die Mengen in Baden-Württemberg (minus 1,13 Prozent) Thüringen (minus 0,75 Prozent)  und Sachsen (minus 0,67 Prozent) zurück. Sowohl in Bayern, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bleibt es 2019 beim Casemix-Volumen des Vorjahres. Lediglich Schleswig-Holstein und Berlin haben geringfügige Mengenzuwächse vereinbart (0,48 und 0,97 Prozent).

Bei den Erlösen macht Berlin mit 3,55 Prozent Plus den größten Sprung auf insgesamt 3,7 Milliarden Euro; am wenigsten dynamisch entwickeln sich die Einnahmen der Krankenhäuser in Baden-Württemberg mit Zuwächsen von 1,48 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Bein Landesbasisfallwert liegt Rheinland-Pfalz mit 3.683,97 Euro an die Spitze, das untere Ende des Preisspektrums bildet in diesem Jahr Schleswig-Holstein mit 3.528,50 Euro.

Übersicht Landesbasisfallwerte 2019
Stand: 03.04.19

  • Landesbasisfallwerte der Vorjahre

    Die Landesbasisfallwerte 2006 bis 2018 sind im Archiv zu finden.

Hintergrund: Was sind Landesbasisfallwerte?

Seit 2010 gelten in einem Bundesland einheitliche Preise für stationäre Leistungen, die sogenannten Landesbasisfallwerte (LBFW). Die Höhe des LBFW verhandeln die Landesverbände der Krankenkassen und die Landeskrankenhausgesellschaften jedes Jahr auf Grundlage des jeweiligen Bundesbasisfallwertes.