"Mit neuem Schwung": G+G Spezial zu DMP und Versorgungsmanagement

G+G-Spezial 11/14 - Titel

(11.02.15) Mit der Ankündigung im Koalitionsvertrag von Union und SPD, dass neue Disease-Management Programme (DMP) eingeführt werden sollen, haben die DMP seit 2013 politischen Rückenwind bekommen. Was sich seitdem bei der Vorbereitung neuer Behandlungsprogramme für chronisch kranke Patienten getan hat, beleuchtet ein aktuelles "G+G Spezial" zum Thema Versorgungsmanagement.

Die DMP könnten einen wertvollen Beitrag zur notwendigen Kooperation der Versorgungsebenen leisten, betont Dr. Regina Klakow-Franck, Unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss im Interview. "Außerdem fördern sie die aktive Mitwirkung der Patienten. Dies sind für mich die beiden wichtigsten Auswahlkriterien für neue Disease-Management-Programme", so Klakow-Franck. Sie träfen auf das vom GBA priorisierte neue DMP-Thema Herzinsuffizienz hundertprozentig zu. Die Indikation Depression habe es dagegen nicht in die Auswahl geschafft – unter anderem, weil "offene Fragen zur Eingrenzung der eigentlichen Zielgruppe" bestünden.  

Der Gesundheitsökonom Hartmut Reiners fordert im Auftaktartikel des "G+G Spezial" von der Gesundheitspolitik Impulse zur Förderung neuer Versorgungsformen. Es komme darauf an, denjenigen Krankenkassen den Rücken zu stärken, die trotz der Risiken durch den Beitragswettbewerb den Mut hätten, in neue Versorgungsformen zu investieren. "Würde der Zusatzbeitrag abgeschafft und die Bereinigung der Gesamtvergütung vereinfacht, wären dies wichtige Schritte zur Ermutigung der Krankenkassen", so Reiners.

Das Heft gibt einen Überblick zu den Aktivitäten der AOK im Bereich Versorgungsmanagement. Vorgestellt werden unter anderem ein Projekt zum hausarztbasierten Fallmanagement für chronisch kranke Patienten der AOK Baden-Württemberg, ein Vertrag der AOK Nordost zur Verhinderung von Amputation bei Patienten mit einem Diabetischen Fußsyndrom und der aktuelle Stand beim IV-Vertrag Schizophrenie der AOK Niedersachsen. Weitere Themen sind Projekte zur Qualitätsmessung in Arztnetzen, Konzepte zur Versorgung von Patienten mit Depressionen und die Aktivitäten der AOK-Arztberater.

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