Arzneimittel-Richtlinie

Die Arzneimittel-Richtlinie regelt die Verordnung von Medikamenten in der vertragsärztlichen Versorgung (§ 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V). Ziel dabei ist es, eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten sicherzustellen.

Die Richtlinie

  • beschreibt allgemeine Regeln für eine notwendige, ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Verordnungsweise
  • fasst zusammen, welche Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse sich bei Medikamenten unmittelbar aus den Gesetzen und Rechtsverordnungen ergeben
  • konkretisiert Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse bei Arzneimitteln, für die nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse der therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit oder die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen sind
  • schafft mit indikations- und wirkstoffbezogenen Therapiehinweisen Entscheidungsgrundlagen für geeignete Behandlungsstrategien und eine therapeutisch zweckmäßige und wirtschaftliche Arzneimittelversorgung
  • ermöglicht eine therapie- und preisgerechte Arzneimittelauswahl, auch unter Berücksichtigung der Festbeträge (§ 35 SGB V).

Zur Arzneimittel-Richtlinie beim Gemeinsamen Bundesaussschuss

Anlagen der Richtlinie

  • Anlage I: OTC-Übersicht
  • Anlage II: Lifestyle Arzneimittel
  • Anlage III: Übersicht über Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse
  • Anlage IV: Therapiehinweise
  • Anlage V: Übersicht der verordnungsfähigen Medizinprodukte
  • Anlage VI: Off-label-use
  • Anlage VII: Aut idem
  • Anlage VIII: Hinweise zu Analogpräparaten
  • Anlage IX: Festbetragsgruppenbildung
  • Anlage X: Aktualisierung von Vergleichsgrößen
  • Anlage XI: Verordnung besonderer Arzneimittel - weggefallen
  • Anlage XII: Frühe Nutzenbewertung
  • Arzneimittelübersicht zur sogenannten Negativliste
  • Beschlüsse gemäß § 35c SGB V (Klinische Studien)