Preisinformation Arzneimittel

Zu Ihrer Unterstützung bieten wir Ihnen die aktuellen Preisübersichten für Arzneimittel nach Indikationen an.

Tipps zur Verordnung

Beginnen Sie bitte mit dem Einsatz neu zugelassener Arzneimittel nach Möglichkeit erst nach erfolgter Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) und nach Abschluss der Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband. Sie ersparen sich und Ihren Patienten eventuell notwendige Therapieumstellungen, die möglicherweise aus den Ergebnissen der laufenden Bewertungsverfahren resultieren können.

Preisinformation Antidiabetika
Stand: 11.12.2018

Preisinformation Lipidsenker
Stand: 05.11.2018

 

Informationen für Sonstige Leistungserbringer für die Abrechnung von Leistungen ab 1. April 2019 nach §31 Abs. 1 SGB V

Die AOK Nordost möchte die Versorgung ihrer Versicherten mit Leistungen nach §31 Abs. 1 SGB V durch sonstige Leistungserbringer wirtschaftlich gestalten. Zur Erbringung von Leistungen nach §31 Abs. 1 SGB V sind alle sonstigen Leistungserbringer gleichermaßen nach den nachfolgenden Grundsätzen und Regelungen berechtigt.[1]

Ein Recht auf eine exklusive Versorgung seitens eines Leistungserbringers besteht nicht, ebenso hat der Versicherte das Recht auf eine freie Wahl unter den Leistungserbringern.

  • 1. Grundsätze der Versorgung

    1. Der Leistungserbringer hat die zur Leistungserbringung üblichen fachlichen Voraussetzungen zu erfüllen und diese bei Zweifeln an der Eignung der AOK Nordost nachzuweisen. Als grundsätzlich geeignet werden beispielsweise Leistungserbringer anerkannt, die die Voraussetzungen nach §126 Abs. 1 SGB V erfüllen. Die AOK Nordost behält sich bei Zweifeln an der fachlichen Eignung vor, keine Versorgungsberechtigung auszusprechen. Der Leistungserbringer hat die anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften in der jeweils geltenden Fassung zu beachten, insbesondere das Gesetz über Medizinprodukte (MPG) und die Verordnung über das Errichten, Betreiben und Anwenden von Medizinprodukten (MPBetreibV).
    2. Der Leistungserbringer beliefert die Rezepte entsprechend der ärztlichen
      Verordnung.
    3. Der Leistungserbringer hat eine bedarfsgerechte, ausreichende, zweckmäßige und
      wirtschaftliche Versorgung nach §§ 2, 12, 70 und 135a SGB V sicherzustellen.
    4. Die Preisbildung erfolgt auf der Basis ortsüblicher Preise gemäß den Ausführungen in Teil 2. Alle genannten Preise sind Nettohöchstpreise zuzüglich der zum jeweiligen Abrechnungszeitpunkt gültigen Mehrwertsteuer.
  • 2. Abgabe- und Lieferbestimmungen

    1. Grundlage der Leistungspflicht der AOK Nordost ist eine gültige und ordnungsgemäß ausgestellte vertragsärztliche Verordnung im Original. Als gültige ärztliche Verordnung gelten
      nur die im Bundesmantelvertrag Ärzte vereinbarten Verordnungsblätter (Muster 16) in
      der jeweils gültigen Fassung. Rezeptkopien werden nicht akzeptiert.
    2. Eine vertragsärztliche Verordnung ist ordnungsgemäß ausgestellt, wenn sie den Anforderungen gemäß § 2 der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) sowie der Vereinbarung über die Übermittlung von Daten im Rahmen der Arzneimittelabrechnung gemäß § 300 SGB V in der jeweils gültigen Fassung entspricht.
    3. Eine Verordnung darf nur innerhalb eines Monats nach der Ausstellung beliefert werden,es sei denn die Fristüberschreitung kam nachweislich in Folge der Beschaffung zustande. Der Leistungserbringer ist auf Nachfrage verpflichtet, der AOK Nordost aussagekräftige Nachweise zu übersenden.
    4. Fehlt die Angabe zur Menge so ist die Packung mit der kleinsten verkehrsfähigen
      Stückzahl abgabe- und abrechnungsfähig.
    5. Andere Gebühren, z.B. Porto- und Beschaffungskosten, sind nicht abrechenbar und können weder den Versicherten noch der AOK Nordost in Rechnung gestellt werden.
    6. Eine über die übliche fachliche Beratung hinausgehende Beeinflussung der Anspruchsberechtigten, sich bestimmte Mittel bzw. Mengen zu Lasten der AOK verordnen zu lassen, ist unzulässig.
    7. Der Leistungserbringer zieht die vom Versicherten zu zahlenden Zuzahlung ein und verrechnet sie mit seinen Zahlungsansprüchen gegenüber der AOK Nordost.
  • 3. Rechnungslegung und Abrechnung

    1. Der Leistungserbringer rechnet seine Leistungen jeweils für einen abgeschlossenen Kalendermonat monatlich bis spätestens einen Monat nach Ablauf des Kalendermonats, in dem die Lieferung erfolgte, mit der AOK Nordost ab. Die Abrechnung besteht aus einer monatlichen Rechnung, den elektronischen Daten und den Original-Verordnungsblättern.
    2. Für die Abrechnung und Datenübermittlung gelten die Bestimmungen der Vereinbarung über die Übermittlung von Daten im Rahmen der Arzneimittelabrechnung gemäß § 300 SGB V in der jeweils gültigen Fassung nebst zugehörigen technischen Anlagen.
    3. Eine unvollständige Abrechnung des Leistungserbringers bzw. des von ihm beauftragten Rechenzentrums berechtigt die AOK Nordost zur Zurückweisung der Abrechnung.
    4. Es gelten die Bestimmungen des § 303 SGB V.
  • 4. Rechnungsbegleichung

    1. Die Rechnungen werden innerhalb von 30 Tagen nach Eingang der vollständigen Abrechnungsunterlagen bei der AOK Nordost bzw. bei der von ihr benannten Abrechnungsstelle beglichen. Gibt der Leistungserbringer per Rechnungslegung ein längeres Zahlungsziel vor, gilt dieses anstelle der 30-Tage-Frist. In den Fällen, in denen vertraglich eine Neueinreichung der Rechnung vorgesehen ist, beginnt die Frist mit Eingang der vollständigen Unterlagen neu.
    2. Zahlungen der AOK Nordost an das von dem Leistungserbringer mit der Rezeptabrechnung beauftragte Rechenzentrum haben befreiende Wirkung gegenüber dem Leistungserbringer. Alle Zahlungen an einen Leistungserbringer oder ein von diesem beauftragtes Rechenzentrum erfolgen unter dem Vorbehalt der sachlichen und rechnerischen Prüfung. Von einer ordnungsgemäßen Beauftragung wird stillschweigend ausgegangen, wenn das Rechenzentrum die Rechnungslegung und Abrechnung nach Ziffer 3 für den Leistungserbringer vornimmt.
    3. Sachliche und rechnerische Beanstandungen erfolgen schriftlich innerhalb von 12 Monaten nach Eingang der Abrechnungsdaten nach § 300 SGB V durch die AOK Nordost.
    4. Vergütungsansprüche sind verjährt, wenn sie nicht innerhalb von 12 Monaten nach Abgabe an den Versicherten gegenüber der AOK Nordost schriftlich geltend
      gemacht werden.
    5. Einwände des Leistungserbringers gegen Beanstandungen der AOK Nordost sind belegbezogen (mit PIC-Nummer) unter Angabe der Gründe innerhalb von 3 Monaten nach Bekanntgabe der Beanstandung bei der AOK Nordost schriftlich zu erheben. Andernfalls gilt die Beanstandung als anerkannt.
    6. Die Prüfung des Einspruchs des Leistungserbringers durch die AOK Nordost erfolgt innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Eingang des Einspruchs bei der AOK Nordost. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine schriftliche Stellungnahme der AOK Nordost, gilt der Einspruch des Leistungserbringers als anerkannt. Das Ergebnis der Einspruchsbearbeitung wird dem Leistungserbringer schriftlich mitgeteilt. Ist der Einspruch nicht berechtigt, wird das vom Leistungserbringer beauftragte Rechenzentrum über die Höhe der Verrechnung schriftlich informiert. Wird der Einspruch anerkannt, erfolgt eine Rücknahme der Korrektur in
      den Daten. Erst nach Abschluss des Einspruchsverfahrens (Fristen) können durch die
      AOK Nordost die sachlich rechnerischen Taxbeanstandungen mit dem Leistungserbringer bzw. dem beauftragten Rechenzentrum verrechnet werden.

 

Preisbildung und Vergütung

Die folgenden Abrechnungspreise gelten für eine Abrechnung zu Lasten der AOK Nordost bei Leistungserbringung durch sonstige Leistungserbringer. Es handelt sich um Höchstpreise

1. Verbandmittel

  1. Vertragsgegenständliche Verbandmittel müssen den grundlegenden Anforderungen an Medizinprodukte gemäß der aktuellen Medizinprodukte-Richtlinie der EU entsprechen und ein gültiges CE-Kennzeichen aufweisen.
  2. Abgabe- und abrechnungsfähig sind nur Produkte, die in der Großen Deutschen Arzneimittelspezialitätentaxe (sogenannte Lauer®-Taxe) zum Zeitpunkt der Abgabe mit dem Kennzeichen Verbandstoff/ Pflaster gelistet sind und die der Verbandmitteldefinition nach § 31 Abs. 1a SGB V entsprechen oder die gemäß der Richtlinien nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 als sonstige Produkte zur Wundbehandlung verordnungsfähig sind. Ausgenommen sind Verbandmittel, die im Rahmen des Sprechstundenbedarfs verordnet werden.
  3. Der Abrechnungspreis ergibt sich durch folgende Berechnungsweisee
  • Bis 49,99 Euro: Apothekeneinkaufspreis gemäß Lauer®-Taxe  zzgl. MwSt.
  • Ab 50,00 Euro: Apothekeneinkaufspreis gemäß Lauer®-Taxe  zzgl. 10% zzgl. MwSt.


2. Teststreifen und Schnelltests

2.1   Blutzuckerteststreifen

Nettopreise für Blutzuckerteststreifen (ausgenommen Spezialpreise (S) und Mittlere Preise (M) gem. (2)
Preis für Menge bis 100 Stück*Preis für Menge 101 bis 300 Stück*Preis für Menge ab 301 Stück*
24,40 Euro23,80 Euro23,50 Euro

*zzgl. MwSt.

 

Butzuckerteststreifen
(2) Spezialpreise (S) und Mittlere Preise (M)

Die Preise (z. B. bei Aufnahme neu am Markt verfügbarer Produkte) können jeweils zu Monatsbeginn angepasst werden. Sie werden spätestens einen Monat zuvor auf dieser Seite bekannt gegeben.


2.2   Coagu Chek

  • 12 Stück: 42,62 Euro zzgl. MwSt.
  • 48 Stück: 139,43 Euro zzgl. MwSt.


2.3   Teststreifen und Schnelltests ohne Preisvereinbarung nach 2.1 und 2.2

Abrechnungspreis: Apothekeneinkaufspreis zzgl. 10% zzgl. MwSt.


3. Medizinprodukte gem. §31 SGB V

Abrechnungspreis: Apothekeneinkaufspreis zzgl. 22% zzgl. MwSt.

 

[1] Ausgenommen sind  Leistungen, die Bestandteil anderer Verträge und Vereinbarungen mit der AOK Nordost (z.B. enterale Ernährung, Sprechstundenbedarf) sind.