Bundesregierung plant zehn Prozent mehr Pflege-Azubis

(30.01.19) Um dem Pflegekräftemangel in Deutschland zu begegnen, soll die Zahl der Auszubildenden bis 2023 um zehn Prozent steigen, das gilt auch für die Zahl der Ausbildungs- und Studienplätze. Das ist unter anderem ein erstes Ergebnis der "Konzertierten Aktion Pflege", mit der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zusammen mit zahlreichen Verbänden und Organisationen bis zum Juli dieses Jahres Maßnahmen gegen den wachsenden Pflegenotstand erarbeiten wollen.

"Um mehr Pflegekräfte zu gewinnen, müssen wir ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern", erklärte Spahn. "Mit dem Ausbildungspaket heute legt die Konzertierte Aktion erste Ergebnisse vor. Das ist ein Anfang, um Pflege attraktiver zu machen. Mitte des Jahres folgt dann das Gesamtpaket."

Pflege als Zukunftsberuf

"Die Pflege ist ein digitalisierungssicherer Zukunftsberuf", sagte Giffey. Die Bedingungen müssten aber dringend verbessert werden, damit sich mehr junge Leute dafür entschieden und dabei blieben. Mit Akteuren des Bereichs wurden nun 111 Maßnahmen festgehalten, darunter eine Öffentlichkeitskampagne für den Pflegeberuf. Die Ministerin hob zudem die Neuregelung der Pflegeausbildung ab 2020 hervor - dann soll bundesweit kein Schulgeld mehr fällig werden, Azubis sollen vielmehr Vergütungen bekommen. Geplant sind auch 5.000 Weiterbildungsplätze, zur Nachqualifizierung von Pflegehelfern.

Die Maßnahmen dieser "Ausbildungsoffensive Pflege" wurden in drei Handlungsfelder unterteilt: Die zum Jahr 2020 in Kraft tretende generalistische Pflegeausbildung erfolgreich umzusetzen, für die neue Ausbildung zu werben sowie die Ausbildung und die Qualifizierung zu stärken.

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