COVID19-Pandemie: Hebammen erhalten Zuschlag für Schutzausrüstung

(11.05.20) Freiberuflich tätige Hebammen können einen Zuschlag für COVID19-bedingten Materialmehraufwand für die persönliche Schutzausrüstung erhalten. Darauf haben sich die Vertragspartner nach § 134a SGB V in einer zeitlich befristeten Vereinbarung verständigt. Ziel ist es, den gestiegenen Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung bei der Versorgung abzugelten damit sowohl die Hebammen als auch die Versicherten und ihre Kinder möglichst ausreichend geschützt sind.

Bereits jetzt erhalten Hebammen verschiedene Materialpauschalen. Diese regelt der "Rahmenvertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe" (Anlage 1.1 Vergütungsvereinbarung). Die Vertragsparteien erkennen mit der jetzt geschlossenen befristeten Vereinbarung an, dass in der aktuellen COVID19-Pandemie ein vorübergehender erhöhter Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung besteht. Das gilt insbesondere für Schutzbrille, Mund-Nasen-Schutz, FFP2-Masken, Schutzkittel, Handschuhe und Desinfektionsmittel.

Abrechnung der Pandemie-Zuschläge

Die jetzt getroffene Vereinbarung ist am 28. April 2020 in Kraft getreten. Sie gilt für die Abrechnungen der befristeten Materialpauschalen bei Leistungen, die im Zeitraum vom 19. März 2020 bis zum 19. Juni 2020 im unmittelbar persönlichen Kontakt erbracht wurden beziehungsweise noch erbracht werden. Die Abrechnungen sind erstmalig sechs Wochen nach Inkrafttreten möglich.

Weiterführende Informationen:

Befristete Vereinbarung zum COVID19-bedingten Materialmehraufwand freiberuflich tätiger Hebammen für persönliche Schutzausrüstung nach dem Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe gemäß § 134a SGB V
COVID19-PSA-Vereinbarung vom 28. April 2020