DMP für Rückenschmerz tritt in Kraft

(30.09.19) Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zum Disease-Management-Programm (DMP) für chronischen Rückenschmerz tritt am 1. Oktober 2019 in Kraft. Jetzt können die Krankenkassen regionale Verträge zur Umsetzung des neuen DMP mit Ärzten und Krankenhäusern abschließen. Erst danach steht das DMP Patienten zur Verfügung.

Die inhaltlichen Anforderungen an das neue Disease-Management-Programm hatte der G-BA bereits im Mai 2019 beschlossen. Festgelegt wurden unter anderem die Teilnahmekriterien sowie Vorgaben für die individuelle Therapieplanung und Regeln für die Koordination der verschiedenen an der Behandlung beteiligten Fachrichtungen. Ziel des DMP ist es, die medizinische Versorgung von Patienten mit chronischem Rückenschmerz zu verbessern.

An dem strukturierten Behandlungsprogramm sollen künftig Menschen mit chronischen Schmerzen im Kreuzbereich des Rückens, deutlichen Aktivitätseinschränkungen und einem fortbestehenden Therapiebedarf teilnehmen können. Als chronisch gelten Rückenschmerzen, wenn sie länger als zwölf Wochen andauern. Patienten, bei denen spezifische Ursachen für den Kreuzschmerz wie beispielsweise Wirbelkörperfrakturen oder rheumatische Erkrankungen vorliegen, soll dagegen nicht in das DMP eingeschrieben werden können.

AOK bietet spezielle Behandlungsprogramme an

Die AOK bietet ihren chronisch kranken Versicherten DMP unter dem Namen AOK-Curaplan an. AOK-Curaplan soll die Behandlung verbessern und das Risiko für Komplikationen und Folgeschäden verringern. Die Teilnahme ist freiwillig und für Patienten kostenfrei.

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