Stichtag 1. Oktober: neue Formulare für Ärzte und Psychotherapeuten

(01.10.18) Ärzte müssen vom 1. Oktober an zwei neue Formulare verwenden. Dies betrifft zum einen das Formular 64 zur Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter. Ebenfalls neu ist das Formular 65 für die Mitbehandlung eines Kindes. Zudem ändert sich zum Stichtag die Patienteninformation PTV 11.

Formulare 64 und 65: weniger Aufwand für Mutter- und Vater-Vorsorge

Die Verordnung medizinischer Vorsorgeleistungen für Mütter und Väter beziehungsweise von Mutter- / Vater-Kind-Kuren wird zum 1. Oktober 2018 bundesweit vereinheitlicht. Ärzte stellen dann das Formular 64 aus. Anders als die bisher verwendeten Formulare lässt sich das neue Formular 64 per Praxisverwaltungssoftware ausfüllen.

Ebenfalls zum 1. Oktober wird das neue Formular 65 eingeführt. Es kommt zum Einsatz, wenn bei einer Vorsorge der Mutter oder des Vaters ein Kind mitbehandelt werden muss.

Psychotherapie: "zeitnahe Behandlung" auf PTV 11 vermerken

Auch Psychotherapeuten gibt es ein überarbeitetes Formblatt. Das Formular PTV11 zur Patienteninformation wird im Rahmen von psychotherapeutischen Sprechstunden eingesetzt. Wie bisher erhalten Patienten darauf einen Befundbericht mit Ergebnissen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Neu ist, dass Psychotherapeuten ab Oktober ankreuzen können, dass eine ambulante Psychotherapie "zeitnah erforderlich" ist. Alte Versionen des PTV 11 können ab dem 1. Oktober nicht mehr genutzt werden.

Hintergrund ist, dass Terminservicestellen vom 1. Oktober 2018 an probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten und in die Richtlinientherapie vermitteln. Dafür müssen Betroffene nachweisen, dass sie eine "zeitnahe Behandlung" benötigen.

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