Der Innovationsfonds

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) fördert mit dem Innovationsfonds neue Versorgungsformen und versorgungsbezogene Forschungsprojekte innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Programm soll insbesondere zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung in Deutschland beitragen.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss hat eine aktuelle Übersicht zu den ausgewählten Förderprojekten veröffentlicht. Es handelt sich um insgesamt 38 Vorhaben im Bereich neuer Versorgungsformen zu der Förderbekanntmachung aus dem Oktober 2017. Dazu waren bis zum 20. März des Jahres insgesamt 93 Anträge eingegangen. Ende November fiel die Entscheidung für die neuen Projekte, darunter 15 Versorgungsmodelle für spezifische Krankheiten und neun Versorgungsmodelle, an denen mehrere Sozialleistungsträger beteiligt sind.

Informationen zu den geförderten Projekten

Am 23. November 2018 hat der Innovationsausschuss zwei weitere Förderbekanntmachungen im Bereich der Versorgungsforschung beschlossen. Die Förderbekanntmachungen zielen auf Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung und insbesondere Evaluation der folgenden Richtlinien des GBA:

Bereits am 19. Oktober 2018 wurden fünf neue Förderbekanntmachungen veröffentlicht. Neben je einer themenoffenen und themenspezifischen Ausschreibung in den Förderbereichen „Neue Versorgungsformen“ und „Versorgungsforschung“ hat das Gremium auch eine geplante Förderung zur Evaluation von Selektivverträgen bekannt gegeben. Bei der themenspezifischen Ausschreibung im Bereich der Versorgungsformen geht es um die Weiterentwicklung einer sektorenunabhängigen Versorgung, die Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen sowie telemedizinische Kooperationen und Versorgungsmodelle. In der Forschung stehen die Gesundheitsversorgung in der Pflege und Transparenz bei der Pflegequalität auf der Agenda, eine bessere Versorgung von Menschen mit Assistenzbedarf, Datenanalysen zur besseren Patientenversorgung, der Einfluss evidenzbasierter Informationen und die Umsetzung und Evaluation der Akten nach Paragraf 291a SGB V (ePA).


Die Bewerbungsunterlagen zur Weiterentwicklung und Evaluation der Richtlinien sowie zu den neuen Versorgungsformen müssen bis spätestens 19. März 2019, zwölf Uhr, in elektronischer Form eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist für die Projekte der Versorgungsforschung und Evaluation von Selektivverträgen endet am 19. Februar 2019, ebenfalls um zwölf Uhr.

Hintergrund

Der Innovationsfonds enthält für die Jahre 2016 bis 2019 jeweils bis zu 300 Millionen Euro jährlich. Geschäftsfähige Personen und Personengesellschaften können sich also – idealerweise unter Beteiligung einer Krankenkasse – um insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern bewerben. Seit 2016 werden jährlich bis zu 225 Millionen Euro an Modelle für neue Versorgungsformen ausgeschüttet, 75 Millionen Euro fließen in die Forschung. Für das Förderverfahren ist der beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) angesiedelte Innovationsausschuss zuständig, der bei der Begutachtung durch einen Expertenbeirat unterstützt wird. Die Finanzmittel für den Fonds werden von den gesetzlichen Krankenkassen und aus dem Gesundheitsfonds getragen. Die Verwaltung der Mittel liegt beim Bundesversicherungsamt.

Die Auflage eines Innovationsfonds zur Förderung innovativer sektorenübergreifender Versorgungsformen und der Versorgungsforschung war bereits in der Koalitionsvereinbarung der Regierung Ende 2013 angekündigt worden. Die Umsetzung erfolgte mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Die wesentlichen Regelungen finden sich in den Paragrafen 92 a und 92b SGB V. Anfang Februar 2018 hat die große Koalition hat beschlossen, den Innovationsfonds über das Jahr 2019 hinaus fortzusetzen.

Broschüre "Der Innovationsfonds im Überblick"

FAQ: Häufige Fragen zum Antragsverfahren