AOK Niedersachsen entlastet Apotheken bei der Abgabe von Arzneimitteln

(25.03.20) Die AOK Niedersachsen reagiert auf die Corona-Pandemie und lockert vorübergehend die Regelungen zur Abgabe von Rabattarzneimitteln.

Grundsätzlich gilt nach wie vor, dass ein Rabattarzneimittel vorrangig abzugeben ist. Hat die Apotheke ein rabattiertes Arzneimittel jedoch nicht auf Lager, so darf auf eine Bestellung verzichtet werden. Abzugeben ist dann ein möglichst preisgünstiges, vorrätiges Arzneimittel. Auf diese Weise können Folgekontakte für Patient und Apothekenpersonal vermieden werden.

Mitarbeiterinnen in den Apotheken sollen dann, da von der Abgaberangfolge abgewichen wird, auf dem Verordnungsblatt die Formalitäten gemäß Rahmenvertrag nach § 129 Abs. 2 SGB V die „Akutversorgung“ vermerken bzw. kenntlich machen. Die Vereinbarung gilt vorerst bis 30. April 2020.

Die AOK Niedersachsen geht davon aus, dass sich die Apotheken weiterhin mit einer Bandbreite an – rabattierten und nicht rabattierten – Arzneimitteln bevorraten, um handlungsfähig zu sein und überwiegend vertragskonform beliefern zu können.

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, erklärte dazu: „Dies ist ein wichtiger Schritt, um Patienten und Mitarbeiter in Apotheken so wenig Kontakt wie möglich zuzumuten und zugleich die Arzneimittelversorgung vor Ort während der Corona-Krise aufrechterhalten zu können.“

Pressemeldung der AOK Niedersachsen vom 23.03.20