Mehr Auszubildende im Hebammenberuf

(15.05.20) Immer mehr junge Leute entscheiden sich für den Beruf "Hebamme". Die Zahl der Hebammenschüler lag im Schuljahr 2008/2009 bei 1.867. Zehn Jahre später hat sie sich auf 2.688 erhöht. Das ist eine Steigerung von 44 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.

Laut Destatis ist die Zahl der männlichen Interessenten für den Beruf des Entbindungspflegers gering. Im Schuljahr 2018/2019 gab es insgesamt drei männliche Auszubildende.

Hebammenberuf wird akademisch

Seit Januar dieses Jahrs wird die bestehende schulische Ausbildung in einen Bachelorstudiengang überführt. Somit gehört der Ausbildungsjahrgang 2018/2019 zu einem der letzten, die den Hebammenberuf in einer schulischen Ausbildung erlernen. Ab 2022 endet die aktuell geltende Übergangsfrist.

Ausbildung im Ausland absolviert

Nach Angaben der Wissenschaftler gab es im Jahr 2013 insgesamt 84 Verfahren in Deutschland zur Anerkennung einer Berufsqualifikation für den Hebammenberuf. Fünf Jahre später hat sich mit 274 Verfahren die Zahl nahezu verdreifacht.

Durch des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes im März 2020 soll der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt auch für Hebammen mit im Ausland erworbener Berufsqualifikation künftig einfacher werden.

Quelle: Destatis