Qualitätssicherung

Im Rahmen der DMP ist eine Qualitätssicherung sowohl für Versicherte als auch für Ärzte vorgesehen.

Hierzu sind zwischen den Vertragspartnern nachvollziehbare und relevante Ziele für folgende Bereiche zu vereinbaren und zu dokumentieren:

  • Behandlung nach evidenzbasierten Leitlinien, einschließlich einer qualitätsgesicherten und wirtschaftlichen Arzneimitteltherapie
  • Einhaltung der Kooperationsregeln
  • Vollständigkeit, Qualität und Verfügbarkeit der Dokumentation
  • aktive Teilnahme der Versicherten.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Im Rahmen der strukturierten Behandlungsprogramme sind Maßnahmen vorzusehen, die nachweislich eine Erreichung der vereinbarten Ziele wirksam unterstützen. Ihr Einsatz kann auf im Behandlungsprogramm zu spezifizierende Gruppen von Patienten und Leistungserbringern beschränkt werden, die ein ausreichendes Verbesserungspotenzial erwarten lassen.

Die Vertragspartner müssen dem Bundesversicherungsamt nachweisen, welche Maßnahmen sie zur Umsetzung der oben genannten Ziele bzw. zur Dokumentation der Qualitätsindikatoren getroffen haben. Die Qualitätssicherungsmaßnahmen sind regelmäßig öffentlich darzustellen.

Feedback-Berichte

Im Rahmen der DMP sind Feedback-Berichte für die beteiligten Ärzte als Maßnahme zur Qualitätssicherung vorgesehen. In diesen Feedbackberichten werden den koordinierenden Ärzten individuell und vertraulich die Ergebnisse der Dokumentation im Vergleich zu den anderen Ärzten in der Region zurückgespiegelt. Die Berichte sollen helfen, die Struktur-, Ergebnis- und Prozessqualität der Behandlung zu überprüfen und sie mit anderen Praxen der KV-Region zu vergleichen. In der Praxis haben sich die Feedbackberichte als gute Grundlage für die innerärztliche Diskussion – zum Beispiel in Qualitätszirkeln – erwiesen. Die Ärzte bekommen mit den Berichten ein Instrument an die Hand, das es ihnen ermöglichen soll, die Qualität ihrer Behandlung systematisch zu verbessern.