Zahnärzten und Pflegeheimen gehen mehr Kooperationsverträge ein

(10.09.19) Immer mehr Zahnärzte kooperieren mit stationären Pflegeeinrichtungen. Das ist das zentrale Ergebnis des ersten gemeinsamen Evaluationsberichts des GKV-Spitzenverbandes und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Ziel der Kooperation ist es, die Mundgesundheit von gesetzlich krankenversicherten Patienten in Heimen zu verbessern.

In jedem dritten Pflegeheim ein Kooperationszahnarzt

Laut Bericht gibt es bundesweit derzeit knapp 4.300 Kooperationsverträge. Das entspricht bei rund 14.500 Pflegeeinrichtungen einem Abdeckungsgrad von 30 Prozent. Bei rund 936.000 zahnärztlichen Haus- und Heimbesuchen im Jahr 2018 entfielen 89 Prozent der Besuche auf Pflegebedürftige und Menschen mit Beeinträchtigung. „Dank der Zusammenarbeit von Pflegeheimen und Kooperationszahnärzten wird die Versorgung der Heimbewohner immer besser“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

„Die wachsende Zahl von Verträgen ist Ausdruck von Akzeptanz und Notwendigkeit dieses wichtigen Versorgungsangebots“, betonte KZBV-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eßer. Im Fokus stehe die Verbesserung von Prävention und Therapie und damit der Lebensqualität von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung.

Hintergrund

Der GKV-Spitzenverband und die KZBV hatten im Jahr 2014 zusammen mit den Trägern von Pflegeheimen sowie der Verbände der Pflegeberufe eine neue Rahmenvereinbarung zur Verbesserung der Mundgesundheit von Menschen in Pflegeeinrichtungen getroffen. Diese gibt Vertragszahnärzten die Möglichkeit, einzeln oder gemeinsam Kooperationsverträge mit stationären Pflegeeinrichtungen abzuschließen. Die Kooperationsverträge ermöglichen eine routinemäßige Eingangsuntersuchung sowie weitere regelmäßige Untersuchungen zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten bei Patienten in Heimen.

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