Vollstationäre Pflege

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegebedingten Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.

Alle Bewohner der Pflegeeinrichtung zahlen zu dem Betrag, den die Pflegeversicherung in Höhe der jeweiligen Pflegegrade zur Verfügung stellt, noch einen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Die Höhe des Eigenanteils ist dabei unabhängig vom Pflegegrad in der Einrichtung immer gleich.   

> Zu den aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung

 

 

Regelungen für das Land Hessen

Mit dem Ziel, eine wirksame und wirtschaftliche pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, vereinbaren die Vertragspartner auf Landesebene Rahmenverträge für die vollstationäre Pflege. Der Rahmenvertrag zwischen den Hessischen Pflegekassen und Vereinigungen der Leistungserbringer regelt die Bedingungen für die Erbringung von vollstationären Pflegeleistungen im Rahmen der Pflegeversicherung.

Rahmenvertrag für das Land Hessen
Rahmenvertrag über die vollstationäre Versorgung gemäß § 75, Abs. 1 SGB XI (Stand: 01.07.2018)

Anlage 3
Personalkostennachweis gem. § 20 RV Hessen

Anlage 4
Personalkostennachweis gem. § 21 RV Hessen

Anlage 5
Personalabgleich gem. § 24 RV Hessen

Anlage 6
Personalliste gem. § 24 RV Hessen

 

PKZ-Berechnung

PKZ-Berechnung
Die Bemessung des Pflege- und Betreuungspersonals erfolgt nach § 22 Rahmenvertrag über die vollstationäre Versorgung gemäß § 75 Abs. 3 SGB XI für das Land Hessen nach der Pflegekennziffer (PKZ)

Berechnung der Personalbesetzung für vollstationäre Dauerpflege

 

Versorgung von Pflegebedürftigen mit besonderem Pflege- und Betreuungsbedarf

Zur Versorgung von Pflegebedürftigen mit einem besonderen Pflege- und Betreuungsbedarf können vollstationäre Pflegeeinrichtungen einen gesonderten Versorgungsvertrag mit den Landesverbänden der Pflegekassen abschließen. Die Anforderungen an die Leistungserbringung sind in den folgenden Rahmenkonzeptionen geregelt.

Rahmenkonzept
zur vollstationären Versorgung von Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Schädigungen in Phase F und / oder Beatmungspflicht und Menschen mit organisch bedingten Persönlichkeitsstörungen in Phase F in Hessen.

Rahmenkonzept
zur vollstationären Versorgung von pflegebedürftigen Menschen mit psychischer Erkrankung und / oder seelischer Behinderung und / oder Abhängigkeitserkrankung in Verbindung mit Comorbidität

Rahmenkonzept
für ältere, geistig behinderte Menschen in Verbindung mit schwerer oder schwerster Pflegebedürftigkeit

Rahmenkonzeption für pflegebedürftige Menschen mit einer demenziellen Erkrankung und einem besonderen Pflege- und Betreuungsbedarf auf Grund von speziellen Verhaltensmerkmalen. Diese ist im Rahmenvertrag über die vollstationäre pflegerische Versorgung gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI für das Land Hessen vom 01.07.2018 enthalten.

 

Zuschläge für zusätzliche Pflegestellen

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen können einen Vergütungszuschlag zur Finanzierung zusätzlicher Pflegestellen erhalten (§ 8 Absatz 6 SGB XI). Das hat der GKV-Spitzenverband mit den Bundesvereinigungen der Träger stationärer Pflegeeinrichtungen festgelegt. Die Vergütungszuschlags-Festlegungen sind am 28. Februar 2019 in Kraft getreten.

Der Anspruch auf einen Vergütungszuschlag ist je nach Einrichtungsgröße gestaffelt (von 0,5 bis 2,0 Pflegestellen). Voraussetzung für den Zuschlag ist, dass die Pflegeeinrichtung über neu eingestelltes oder über Stellenaufstockung erweitertes Pflegepersonal verfügt. Dies muss über das Personal hinaus gehen, das die Pflegeeinrichtung nach der Pflegesatzvereinbarung vorzuhalten hat. Der entsprechende Antrag muss schriftlich gestellt werden.

Vergütungszuschlags-Festlegungen
nach § 8 Absatz 6 SGB XI vom 04.02.19

Antragsmuster auf den Vergütungszuschlag
nach § 8 Abs. 6 SGB XI; Stand: 28.02.19

 

Beschäftigung zusätzlicher Betreuungskräfte

Unabhängig von den Pflegesätzen für die vollstationäre Vergütung, zahlt die Pflegekasse einen gesonderten Vergütungszuschlag für eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung aller Bewohner, die sie unabhängig vom Pflegegrad enthalten (§ 43b SGB XI).

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI). Diese zusätzlichen Leistungen können alle Heimbewohner und Pflegegäste in Anspruch nehmen.
Aufgaben und Qualifikationen zusätzlicher Betreuungskräfte regelt die Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes). Danach sollen die zusätzlichen Helfer in Kooperation und Absprache mit den Pflegekräften die Betreuungs- und Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, indem sie ihnen mehr Zuwendung entgegenbringen, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Betreuungskräfte-Richtlinien
Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen vom 19.08.08 in der Fassung vom 23.11.16