PpSG: Zuschläge für zusätzliche Pflegestellen

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen können ab sofort einen Vergütungszuschlag zur Finanzierung zusätzlicher Pflegestellen erhalten (§ 8 Absatz 6 SGB XI). Das hat der GKV-Spitzenverband mit den Bundesvereinigungen der Träger stationärer Pflegeeinrichtungen festgelegt.

Der Anspruch auf einen Vergütungszuschlag ist je nach Einrichtungsgröße gestaffelt (von 0,5 bis 2,0 Pflegestellen):

  • 0,5 Pflegestelle   = bis zu 40 Heimplätze
  • 1,0 Pflegestelle   = 41 bis 80 Heimplätze
  • 1,5 Pflegestellen = 81 bis 120 Heimplätze
  • 2,0 Pflegestellen = mehr als 120 Heimplätze

Voraussetzung für den Zuschlag ist, dass die Pflegeeinrichtung über neu eingestelltes oder über Stellenaufstockung erweitertes Pflegepersonal verfügt. Dies muss über das Personal hinaus gehen, das die Pflegeeinrichtung nach der Pflegesatzvereinbarung vorzuhalten hat.

Der entsprechende Antrag muss schriftlich gestellt werden.

Vergütungszuschlags-Festlegungen
nach § 8 Absatz 6 SGB XI vom 04.02.19

Orientierungshilfe zur Umsetzung des Pflegestellenförderprogrammes im Bereich der Langzeitpflege
Quelle: Bundesministeriums für Gesundheit; Stand: 04.10.19

FAQs zur Finanzierung von Vergüungszuschlägen für zusätzliche Pflegestellen
nach § 8 Absatz 6 SGB XI; Stand: 04.10.19

Umsetzung der Regelungen des PpSG in Hessen

In Hessen wurden landesspezifische Absprachen mit den Vertretern der Leistungserbringer getroffen. Das abgestimmte Antragsformular inklusive der Anlagen erhalten Sie hier.

Antrag auf Vergütungszuschlag nach § 8 Abs. 6 SGB XI

Anlage 1 - Nachweis Belegungsstruktur und Personalbesetzung

Anlage 2 - Mustererklärung Personalakquise

Die Bearbeitung der Anträge in Hessen erfolgt gemäß den im Pflegesatzverfahren festgelegten Zuständigkeiten nach Landkreisen. Die AOK Hessen bearbeitet Anträge für Einrichtungen aus den nachstehend genannten Landkreisen und Städten:

Landkreis Bergstraße                                         Schwalm-Eder-Kreis
Landkreis Fulda                                                  Wetteraukreis
Landkreis Gießen                                               Werra-Meißner-Kreis
Landkreis Groß-Gerau                                       Landkreis Waldeck-Frankenberg
Landkreis Hersfeld Rotenburg                           Vogelsbergkreis
Landkreis Kassel                                                Rheingau-Taunus-Kreis
Landkreis Limburg Weilburg                              Stadt Offenbach
Main-Kinzig-Kreis                                               Odenwaldkreis

Für alle weiteren Landkreise ist der Antrag bei der DAK Gesundheit zu stellen:
dak-ppsg@dak.de
 
Die Antragstellung erfolgt durch eine E-Mail mit dem Antrag als Excel-Datei in der Anlage und einen schriftlicher Antrag. Zur Wahrung der vorgegebenen Schriftform kann der unterschriebene Originalantrag per Fax übermittelt werden. In diesem Fall ist die Übersendung des Antrags per Post nicht erforderlich.
 
Die ausgefüllte Kalkulation wird in jedem Fall als Excel-Datei per Mail an folgende zentrale Adresse eingereicht: zuschlag@he.aok.de
 
Der ausgedruckte und unterschriebene Originalantrag ist bei der AOK Hessen einzureichen unter
Fax:  +49 69 6681 6544 499.

Ein Versand des Antrags ausschließlich per E-Mail kann nicht als unterschriebener Originalantrag gewertet und bearbeitet werden. Im Ausnahmefall kann der ausgedruckte und unterschriebene Originalantrag per Post an die AOK Hessen gesendet werden:

AOK Hessen
64520 Groß-Gerau

Für individuelle Fragen kontaktieren Sie uns per Mail.